Leserbrief

Von Mainz Verkehrswende lernen

Zum Artikel „Bei Verkehrswende ,viel Luft nach oben’“ vom 5. August:

Noch 10 (in Worten zehn!) Jahre auf „emissionsfreie Mobilität und deutliche Reduzierung des Autoverkehrs“ warten? Das dauert wahrscheinlich nicht nur mir zu lange!

Vielleicht wäre ein Blick nach Rheinland-Pfalz, genauer nach Mainz, sinnvoll: Alt- und Neustadt wurden bis auf wenige Ausnahmen zu einer flächendeckenden Tempo-30-Zone umgestaltet. Teil der neuen großen Zone mit dem Tempolimit sind auch die viel befahrene Rheinschiene sowie weitere Hauptachsen im Zentrum. Auf der Rheinachse soll als zusätzliche Maßnahme bald eine Umweltspur nur für Busse, Taxis und Radfahrer dazukommen.

Ähnliche Schritte könnte man auch in Mannheim zeitnah umsetzen! Es gibt sicherlich auch in vielen anderen Städten Deutschlands gute Vorbilder. Daher meine Aufforderung an unsere Stadtführung: Schauen Sie über den Tellerrand, lassen Sie den Föderalismus und Aussagen wie „bei uns geht das so nicht“ nicht zu viel Gewicht haben. So kann man in Rheinland-Pfalz in vielen Orten, zum Beispiel in der Pfalz, eingezeichnete Parkflächen und andere wirkungsvolle Maßnahmen sehen, die Autofahrer am schnellen Durchfahren hindern.

Pfeiler werden umfahren

In Mannheim sind solche Lösungen schwer zu realisieren. So wurde zum Beispiel in der Straße „An der Radrennbahn“ nach langem Hin und Her Tempo 30 eingeführt. Die kleinen Inseln mit Stopp-Pfeilern, die seit kurzem stehen, werden in schöner Regelmäßigkeit umgefahren. Hier wären stabile Pflanzkübel eine Lösung – und Anwohner zum Gießen fänden sich bestimmt. Ich fordere eine zeitnahe Verkehrswende und Mut für kreatives Denken ohne viele „Abers“!

Barbara Edel, Mannheim

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3iftSFb