Leserbrief

Leserbrief Zum Thema "Mauereinsturz in der Theodor-Klotzbücher-Straße"

Warten auf den nächsten Mauereinbruch?!

In Orten mit Bebauung in Hanglage muss speziell in der Winterzeit, bedingt durch Tau- und Frostwechsel, mit Mauereinbrüchen an unvermörtelten Natursteinmauern (Trockenmauerwerk) gerechnet werden. In den Hanglagen um Bad Mergentheim, hier speziell im Bereich Weinsteige/Schorren/Ketterberg, sind Mauereinbrüche im Winter keine Seltenheit.

Es gibt keinen "Fachmann" der mit Sicherheit voraussagen kann, wann und wo eine Trockenmauer einbrechen kann. Die Meinung, ein Statiker könne eine Trockenmauer auf Standfestigkeit überprüfen, kann nur als kindlich-naiv bezeichnet werden. Ein Statiker ist ein Mathematiker, der die ruhenden Kräfte für Bauwerke berechnet. Bei den Trockenmauern drücken seitlich auftretende dynamische Kräfte in die Trockenmauer und bringen somit den seitlichen Einbruch. Leider gibt es auch in Bauämtern "Fachleute", die Statik und Dynamik nicht unterscheiden können! Gewissenhafte Eigentümer einer Trockenmauer können ihre Mauer nur kontinuierlich auf lose oder herausgedrückte Steine kontrollieren und bei Verdacht auf Einsturz den entstehenden Schaden reparieren.

Schon seit 1996 haben wir Anwohner der oberen Weinsteige in Gesprächen und Schreiben unter anderem mit dem Bauordnungsamt, mit Oberbürgermeister Hülsmann und Oberbürgermeister Barth, sowie den Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat und den Eigentümern über die Sache "Einbruchgefährdeter Mauervorsprünge im Geh- und Fahrweg der Weinsteige" gesprochen und korrespondiert. Bisher erfolglos!

Aufgrund des Mauereinbruchs im Bereich der Theodor-Klotzbücher-Straße stelle ich hiermit an OB Dr. Barth als Verwalter des städtischen Geh- und Fahrwegs der Weinsteige, an die Eigentümer der einbruchsgefährdeten Mauervorsprünge im Geh- und Fahrweg der Weinsteige sowie an die Damen und Herren die Frage: Wollen Sie wirklich weiterhin in stoischer Gelassenheit auf einen absehbaren Mauereinbruch im Geh- und Fahrweg der Weinsteige warten?