Leserbrief

Warum gerade von der Leyen?

Zum Artikel „Von der Leyen setzt alles auf eine Karte“ vom 15. Juli:

Frau von der Leyen, was treibt Sie an, Ihre kranke Bundeswehr-Familie zu verlassen? Sollten Sie nicht besser in Ihrem Terrain Ordnung schaffen, bevor Sie die kranke Bundeswehr jemand anderen notoperieren lassen?

Sind Sie froh, eventuell ohne Rücktritt abgehen zu können? Sind Sie in so großer Sorge um Europa, dass Sie sicher sind, nur Sie können der neue Messias sein? Warum zaubern die Wahlbetrüger gerade Sie wie ein Kaninchen aus dem Hut? Wie können Sie, Frau von der Leyen, „plötzlich und unerwartet“ gerade die Qualitäten mit aus dem Hut nehmen, die man genau den gewählten Spitzenkandidaten, langjährigen, wohlbekannten Politikern abspricht?

Millionen von EU-Wählern wurden mit Versprechen zum Besseren eingelullt und an die Wahlurnen gelockt. Uns wurden Kandidaten zur Auswahl angeboten. Wir haben sie gewählt. Für wie blöd hält man uns eigentlich, uns glauben zu machen, ein paar hundert Abgeordnete könnten sich nicht für einen der drei Kandidaten entscheiden?

Sehr schade

Sie haben recht, das geht nicht. Die Gier auf Posten und Einfluss ist zu groß. Niemand gönnt dem Anderen eine Banane, wenn er mit ein paar Beeren zufrieden sein soll. Sie setzen sich gegen den Willen von Millionen von Wählern auch noch an die Spitze der ewigen Hinterzimmer-Kungeler. Das ist schade, sehr schade!

Denken Sie doch mal: Mit etwas Fortune können Sie vielleicht doch Bundeskanzlerin werden – aber was ist das schon gegen die Königin von Europa. Jürgen Althoff, Ludwigshafen

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2JN8asD