Leserbrief

Warum so viel Zerstörung?

Zum Thema Rheindammsanierung:

Von Carmen Ebinger-Litrico

Warum muss man Teile eines so schönen Naherholungsgebietes zerstören und richtet nicht alle Anstrengungen dahin, es sowohl zu erhalten als auch den Damm bürgerfreundlich zu sanieren? Im Zuge der Sanierung des Hochwasserdammes sollen auf einer Strecke von 3,7 Kilometer alle Bäume gefällt werden, um einen neuen gleich hohen, aber breiteren Damm mit begleitender Straße zu bauen. Der Verweis auf das alle 200 Jahre zu erwartende Hochwasser weckt natürlich Ängste und verunsichert viele Mitbürger.

Der Waldpark ist ein ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet. Darf ein Naherholungsgebiet wie der Waldpark durch solche massive Eingriffe teilweise zerstört werden, ohne dass andere mögliche Sanierungsverfahren vorher gründlich geprüft wurden? Die zum Fällen freigegebenen Bäume liefern den Sauerstoff für eine große Anzahl von Mannheimern Bürgern. Die zum Fällen freigegebenen Bäume filtern täglich große Mengen Feinstaub.

Stadt sieht tatenlos zu

Die zum Fällen freigegebenen Bäume dämpfen den Motorenlärm der Rheinschiffe und vermindern die Geruchsbelästigung durch Dieselöl der Schiffsmotoren. Der Gedanke einer Sanierung ist bestimmt sinnvoll und der Schutz der Bevölkerung muss gewährleistet sein, es ist nur die Frage wie! Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie die Stadt auf der einen Seite Geld vom Bund erhält zur Feinstaubreduzierung, Baumpatenschaften anbietet und gleichzeitig tatenlos zusieht, wie Teile eines intakten Naherholungsgebietes zerstört werden.