Leserbrief

Wenig durchdacht

Zum Kommentar „Zwei Antworten“ vom 23. April:

Die beiden Antworten Werner Kolhoffs auf die entsetzlichen islamistischen Attentate auf Christen in Colombo sind derart schlicht und so wenig durchdacht, dass eigentlich nur noch Satire übrig bleibt (Henryk M. Broder: „Christen, hört auf, Moscheen anzuzünden“). Auch wenn es schwerfällt, den Boden der Satire zu verlassen: Es wäre viel gewonnen, wenn sich auch unkritische deutsche Journalisten wie Werner Kolhoff einmal ernsthaft mit dem Islam auseinandersetzen würden.

Muslimische Regierungschefs

Nicht mit der „Religion des Friedens“ und ähnlichem Geschwafel, sondern mit den ungefähr 30 Koranversen, die zur Tötung der Ungläubigen aufrufen. Mit den Hass-Predigten auf „den Westen“ in vielen deutschen Moscheen. Mit der Ablehnung von Demokratie, Menschenrechten und Gleichberechtigung in der von den meisten islamischen Verbänden unterzeichneten „Islamischen Charta vom 20. Februar 2002“.

Dass Werner Kolhoff sich offenkundig vorstellt, muslimische Staatsoberhäupter und Regierungschefs wie Recep Tayyip Erdogan oder andere würden mit dem Kreuz in der Öffentlichkeit erscheinen, um ihre Solidarität mit den Christen zu zeigen, verdeutlicht allerdings, dass es sehr lange Zeit dauern wird, bis von ihm in dieser Hinsicht ein ernstzunehmender Kommentar zu erwarten ist. (von Gunter Zimmermann, Mannheim)

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2PBLZbp