Leserbrief

Wirkt unmenschlich

Zu den Zitteranfällen von Bundeskanzlerin Merkel:

Es ist schon erstaunlich, was man Politikern heute noch an Privatsphäre zugesteht. Wenn ein Politiker (gesundheitlich) nicht mehr in der Lage ist seine Amtsgeschäfte fach- und sachgerecht auszuüben, ist das die eine Sache. Wenn Frau Merkel bei längerem „starrem“ Stehen neurologisch bedingte „Zitteranfälle“, bekommt, ist das einzig und allein Ihre persönliche gesundheitliche Angelegenheit.

Körperliche Belastung

Wenn diese Symptome Anzeichen einer möglicherweise beginnenden schwereren Erkrankung sind, wird Frau Merkel mit Sicherheit wissen, wie sie als Politikerin damit umzugehen hat und wenn es „nur“ ein Ausdruck körperlicher Belastung ist, umso besser.

Aber was haben diese Zitteranfälle derzeit mit Ihrer täglichen Arbeit als Politikerin zu tun? Daraus eine „Staatsaffäre“ zu machen, jedem sogenannten Experten ein Forum zu geben, seinen Senf zu diesem Thema loszuwerden, wirkt schon manchmal menschenverachtend. Den politischen Gegner wird’s freuen. Oder wollen wir dem Artikel 1, Absatz 1 des Grundgesetztes noch den dritten Satz „Politiker sind hiervon ausgenommen“ hinzufügen?