Leserbrief

Zum Thema Bundesgartenschau / Artikel vom 1. August

Wunderschönes Stück Natur

Seit nun 31 Jahren existiert die Gartenanlage "Wilde Au". Meine Eltern waren Gründungsmitglieder und ich selbst bin hier aufgewachsen. Mein Vater und immer noch viele andere Vereinsmitglieder haben die Häuser selbst gebaut.

Ja, so langsam werden die Menschen auch in diesem Verein immer älter, aber trotzdem kann niemand verstehen, warum über 30 Jahre Arbeit für ein wunderschönes Stück Natur, denn genau das sind alle Kleingärten, auf einmal für eine Straße weichen sollen, die errichtet werden soll, dass Besucher einer Bundesgartenschau, nicht eventuell über eine Brücke laufen müssen, um den nächsten Teil der Schau zu erreichen.

In jedem dieser Gärten stecken mittlerweile Tausende Arbeitsstunden und genauso viele Erinnerungen.

Tolles Ökosystem

Mittlerweile wächst meine eigene Tochter hier auf, nicht nur in der Gartenanlage, sondern in der ganzen Au und beobachtet Vögel, Eidechsen, Feldhasen und noch viele andere Tierarten in einem tollen Ökosystem mitten in der Stadt, dass wirklich keine Aufwertung mehr benötigt. Eine BuGa würde diese ganze Artenvielfalt wieder vertreiben, erst durch den Lärm der Baustelle und dann durch die vielen Besucher. Brauchen wir das denn wirklich?

Wenn wir am Abend mit dem Rad nach Hause auf die Vogelstang fahren, frage ich mich wirklich wie viel grüner der Grünzug Nordost noch werden soll, erst die Au dann der Bürgerpark Feudenheim und die Vogelstang-Seen, von denen es nicht mehr weit ist zum Kãfertaler Wald.

Nein, eine BuGa brauchen wir hier wirklich nicht.