Leserbrief

Zeitgeistlicher Aktionismus

Zum Artikel „Vorbild mit zwei Gesichtern“ vom 11. September:

Der Bericht, die Mannheimer Uni betreffend und ihres Lehrkörpers mit NS-Vergangenheit, ist mehr als peinlich-populistisch! Machen wir so weiter, heißt Mannheim infolge Political Correctness bald Familienheim. Wenn sich der Sturm im Wasserglas gelegt hat, sollte euch hoffentlich bewusst werden, dass in jedem von uns Gutmensch und Unmensch um die Vorherrschaft ringen. Vielleicht schämt ihr euch dann auch eures zeitgeistigen Aktionismus, Mitläufer bis Aktivisten damaligen Mainstreams zu verurteilen.

Ehre, wem Ehre gebührt

Grob dargestellt: „Wegschauen, denunzieren und bereichern bis zu Mord gibt es heute und gab es zu allen Zeiten. Also sollten wir uns demütig unseres Menschseins schämen und nicht inquisitorisch verurteilen. Oder sind die anklagenden Studenten frei von Schuld, unmündige Kinder, die von eigenen Verfehlungen ablenken wollen? Ehre, wem Ehre gebührt! Vielleicht mit dem Hinweis: Trotz brauner Flecken auf dem Talar danken wir dem Ordinarius, Herrn Professor ...

Andreas Weng, Mannheim

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/2mcOmqf

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