Leserbrief

Ziel ist es, Putin zu diskreditieren

Zum Artikel „Auf Hoffnung folgt Abschottung“ vom 19. Dezember:

Auf Ihre Zeitung ist Verlass! Kurz vor Jahresende noch eine ordentliche Portion Putin-Bashing, damit die Leserschaft auch im neuen Jahr weiß, wo sie denken lassen soll. Aber die stereotype Unterscheidung in „Gut“ (der demokratische Westen) und „Böse“ (der Russe) gehört in der westlichen Wertegemeinschaft, respektive der Nato-Staaten, nun mal zum guten Ton. Dass dem transatlantischen Bohei allmählich die Argumente ausgehen, kann man an der phrasenhaften Polemik und den immer gleichen Halb-, bis Unwahrheiten erkennen, die in die gänzlich logikfreie Waagschale geworfen werden, um Russland im Allgemeinen und Wladimir Putin im Besonderen zu diskreditieren.

Haltlose Phrasen

Aber selbst die stetige Wiederholung haltloser Phrasen, wie etwa der völkerrechtswidrigen „Annexion“ der Halbinsel Krim durch Russland, macht diesen platten Unsinn nicht wahrer, wie der emeritierte Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg, Reinhard Merkel, betont. Die mehr als 100 Raketen, die die USA, Frankreich und Großbritannien im April 2018 auf Damaskus abfeuerten, und der blutige Einmarsch des strategischen Nato-Partners Türkei in die Republik Syrien, stellten hingegen eindeutig Straftatbestände eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges dar.

Die Autorin Inna Hartwich sollte vor ihrem nächsten wirren Traktat über Russland vielleicht doch mal einen Blick über den transatlantischen Tellerrand werfen.

Peter Grohmüller, Edingen-Neckarhausen

Info: Originalartikel unter http://bit.ly/3953BWj

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