Leserbrief

Züge auch in China bestellen

Zum Artikel „Brüssel hat das letzte Wort“ vom 4. März:

Frau von der Leyen will also eine Änderung des europäischen Wettbewerbsrechts durchsetzen, um einen europäischen, hier französischen, Beinahe-Monopolisten für Schienenfahrzeuge zu schaffen. Es soll ein europäischer Champion entstehen, der gegen den chinesischen CRRC-Konzern antreten kann.

Das heißt doch im Umkehrschluss, dass es in Europa künftig keinen Wettbewerber mehr gibt und die europäischen Bahnen Züge auch in China bestellen müssen, um überhaupt noch Wettbewerbsangebote zu bekommen. Die Belegschaft von Bombardier in Mannheim freut sich schon auf mehr Freizeit.

Wer will das? Der gelernte Investmentbanker Macron! Und der deutsche Wirtschaftsminister Altmaier unterstützt es auch noch. Muss ganz Europa nach dem Brexit jetzt die verfehlte und erfolglosere staatlich gelenkte Industriepolitik Frankreichs übernehmen? Arme europäische Verbraucher, Steuerzahler und Arbeitnehmer!

Benno Blessenohl, Ladenburg

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