Leserbrief

Zum Radweg in der Au

Zum Artikel „Unaufdringliches Bauwerk“ und Kommentar „Grotesker Konflikt“ vom 24. Juni:

Seit Monaten wird ein Radschnellweg durch die Au in Mannheim-Feudenheim diskutiert und je nach Interessenvertretung – BUND, ADFC, Stadt und Buga – eine Trasse favorisiert und völlig außer Acht gelassen, dass die Kreuzung Hauptstraße/Feudenheimer Straße Richtung Klinikum und B 38 seit Jahren eine Ursache für Dauerstau aus allen Richtungen, all-morgendliche Verspätung der Bahn, Lärm und Umweltverschmutzung ist.

Warum wird nicht hier die damals vorgesehene Unterführung der Straße am Bunker (die ja schon terrassiert ist und im Nichts endet. . . ) jetzt im Zuge des Buga-Projekts gebaut? Eine gewaltige Summe von 145 Millionen Euro steht für sechs Monate im Raum, nun noch der Radweg für zehn Millionen Euro. Wie will man die Besucherströme lenken, die Baufahrzeuge und -maßnahmen in den laufenden Verkehrsstrom einordnen? Es ist ja chic, einen Radschnellweg zu planen – für wie viele neue Nutzer? Der eigentliche Fortschritt einer modernen Stadtplanung sieht anders aus. Joachim Vogel, Mannheim

In der derzeit heftig geführten Diskussion über den umstrittenen Buga-Radschnellweg durch die Feudenheimer Au kommt der „MM“-Berichterstatter Stefan Proetel in seinem Kommentar zu der nüchternen Feststellung, dass es für eine solche Fahrradstraße im Stadtgebiet leider keinen Platz geben würde. Solange sich aber genau daran nichts ändert und man sich nur mit schön geschwungenen Radwegen durch naturgeschützte Wiesen und Auen beschäftigt, für die allenfalls ein paar hilflose Kleingärtner den Platz räumen müssen, solange wird es in Mannheim auch keine Verkehrswende geben – zumindest nicht mit dem Fahrrad. Gerhard Noack, Mannheim

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/3g3csu6 und https://bit.ly/2Ap89dK