Leserbrief

Zusätzlicher Strombedarf entsteht

Zum Kommentar „Teuer bezahlt“ vom 27. Juni:

Danke Herr Schumann, es ist selten, dass Journalisten sich negativ zur Energiewende äußern. Man hat den Eindruck, dass sich unsere Politiker mehr um ihre lukrativen Fleischtöpfe im Bundestag, als über eine bezahlbare, sichere Energieversorgung kümmern.

Dass neuerdings die „Freitagskinder“ verlangen, alle Kohlekraftwerke still zu legen, kann man ihrer kindlichen Unwissenheit zugestehen. Politikern aber, die glauben, dass man in zehn Jahren 65 Prozent erneuerbaren Strom hat und auf Kohlekraftwerke und Kernkraft verzichten kann, muss man als unfähig bezeichnen. Wie kann man verlangen, dass der Auto-Verkehr elektrifiziert werden soll? Wissen die nicht, dass allein damit der Strombedarf sich verdoppeln kann?

Dem Klima ist es egal

Nicht berücksichtigt wird, dass durch den zunehmenden Schienenverkehr, die fortschreitende Automatisierung, nicht nur in der Industrie, die (vernünftigerweise) geförderten Gebäudeheizungen mit elektrisch betriebenen Wärmepumpen, der wachsende Datenverkehr und der zunehmende Einsatz von Klimaanlagen im Privatbereich, zusätzlicher Strombedarf entsteht. Die einzige Lösung der Politik, mit Unterstützung der Ökostromprofiteure ist, den Kohlenstoff zu verteuern. Der Erfolg wird sich einstellen: Strom wird unbezahlbar, wer kann, wird auswandern, die Industrie wird abwandern und Arbeitslose fahren nicht mehr Auto und heizen nur noch ein Zimmer.

Dem Klima ist es egal, unser Beitrag ist nicht messbar. Ein 24-stündiger Stromausfall, der immer wahrscheinlicher wird, kostet nach Angaben des Weltwirtschaftsinstituts in Hamburg, allein für Hessen eine Milliarde Euro.

Info: Originalartikel unter https://bit.ly/2LtqHwi