Leserbrief

Zweite Welt außer Reichweite

Zum Thema Klimawandel:

Da gibt es Zeitgenossen, die halten Leute, die vor dem Klimawandel warnen, für bekloppt. Wenn jemand sein Hab und Gut verzockt, dann ist das seine, allenfalls noch Sache seiner Familie. Fährt jemand wissentlich mit defekten Bremsen herum, kann das auch andere gefährden.

Seit mehr als sieben Jahrzehnten warnen seriöse Wissenschaftler (unter anderem der Club of Rome) vor den Folgen des Klimawandels. Darunter sind auch etliche Nobel-Preisträger. Das ist aber etwa so, als würde man einem Ochsen ins Horn petzen. Die Musik und der Tanz gehen weiter auf dem sinkenden Schiff, als ginge das nur die Wissenschaft was an.

Verhandlungen unmöglich

Wenn eine Handvoll Leute uns weismachen will, dass es keinen Klimawandel gäbe, diese aber irren, was dann? Was wird aus unseren Enkelkindern? Wegrennen geht nicht und eine zweite Welt ist auch nicht in Sicht. Weiter so, uns wird schon was einfallen, wenn die Karre im Dreck steckt. Was aber, wenn es diesen „Point of no return“ tatsächlich gibt? Wenn die Temperatur immer weiter ansteigt und durch positive Rückkopplungseffekte ein Prozess in Gang kommt, der auch dann nicht mehr zu stoppen ist? Wenn alle Abgase durch den Verkehr, die Industrie und Privathaushalte abgeschaltet sind? Mit der Natur kann man nicht verhandeln. Es gibt auch keine Warnlampe, die uns davor schützt, leichtsinnigerweise in die Katastrophe zu schlittern.