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Alleskönner

Ein junger Mann spielt unter einer Brücke an der Spree in Berlin Saxofon. Die zehn deutschen Landesmusikräte haben jüngst das Saxofon zum Instrument des Jahres 2019 gekürt. Entwickelt hat es der Belgier Adolphe Sax, dessen Namen es auch trägt, bereits im Jahr 1840. Seine Erfindung ließ er sich 1846 patentieren. Das Ziel von Sax war es, ein Instrument zu gestalten, das zwischen dem warmen Ton einer Klarinette und dem eher durchdringenden Klang der Oboe liegt. Obwohl der Korpus aus Messing ist, zählt das Saxofon zu den Holzblasinstrumenten: Es wird mit einem hölzernen Rohrblatt zum Klingen gebracht. Sax hoffte auf eine Verwendung des Saxofons in Sinfonieorchestern. Das Instrument kam jedoch zunächst vor allem in der Militärmusik zum Einsatz. Seinen großen Siegeszug trat das Saxofon schließlich mit dem Aufkommen des Jazz in den 1920er und 1930er Jahren an. Vor allem in der Swing-Musik, der populärsten Stilrichtung des Jazz, wurde das Saxofon dank seines äußerst variablen Klangs eingesetzt. Obwohl das Saxofon heute noch immer hauptsächlich mit dem Jazz assoziiert wird, ist es auch in unzähligen weiteren Musikgenres zu finden, etwa im Pop, im Rock ’n’ Roll, im Blues, in der klassischen und elektronischen Musik. Ein richtiger Alleskönner eben.