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Altern ist Kunst

Archivartikel

Eine Fotoserie dreier Geschwister aus Nigeria, die alle mehr als 100 Jahre alt geworden sind. Porträts vier betagter Rapper. Und ein großformatiges Graffiti, das eine Seniorin beim Vorlesen zeigt – in den Händen hält sie ein Märchenbuch und einen Tablet-Computer. Davor sitzt Künstler Andre Günther, der sich, 31 Jahre alt, bereits intensiv mit dem Altern auseinandergesetzt hat. Es ist das Thema einer neuen Ausstellung im Frankfurter Weltkulturen Museum. An der Schau „Grey is the new pink“ („Grau ist das neue Pink“), die bis zum 1. September 2019 zu sehen ist, beteiligen sich insgesamt 18 Künstler aus zehn Ländern. Das Museum hat ethnographische Objekte in die Ausstellung integriert, darunter etwa eine aus toten Vögeln hergestellte Paste, die auf Sumatra gegen Falten verwendet wird. Präsentiert werden zudem Fotos, Videos und Zeichnungen, die das Museum über einen weltweiten Aufruf von Privatpersonen erhalten hat. Diese zeigten überwiegend ein lebensfrohes Bild des Älterwerdens, sagt Kuratorin Alice Pawlik. Doch auch Krankheit und Tod sind abgebildet. „Es gibt so viele verschiedene Perspektiven, dass wir hier auf die Frage, was ist Alter, keine Definition geben wollen, sondern zum Nachdenken und Diskutieren anregen wollen“, sagt Kuratorin Pawlik. dpa/Bild: dpa