Lifestyle

Mannheim im Weihnachtszauber

Aufmunterung im Advent

Mit der Aktion „Wir wollen helfen“ unterstützen MM–Leser bedürftige Mitmenschen

E s sind ganz besondere Briefe, welche die Mitarbeiter der „MM“-Aktion „Wir wollen helfen“ derzeit täglich öffnen: Bitten, die teils unter die Haut gehen, aus denen oft tiefe Ratlosigkeit spricht, ja Hilferufe verzweifelter Menschen, die aber sicher sein können, dass ihr Anliegen Gehör findet: „Wir wollen helfen“ hilft ihnen – weil die „MM“-Leser dieser Aktion mit ihren Spenden dabei helfen.

Stets wenn die erste Kerze am Adventskranz entzündet wird, bittet die „MM“-Aktion die Leser wieder um Unterstützung. Ihre Wurzeln hat die Aktion in den 50er Jahren, als die lebensnotwendige Operation für einen schwer herzkranken Mannheimer Bub nur in den USA möglich war und die Bürger dafür spontan spendeten. Er konnte Hoffnung schöpfen, letztlich gerettet werden.

Neue Hoffnung vermitteln, Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen, frischen Lebensmut und Zuversicht dort geben, wo das Adventslicht allein das Dunkel der Armut, Not, Einsamkeit und Krankheit nicht zu erhellen vermag – das alles leistet die „MM“-Aktion „Wir wollen helfen“.

Schon lange bevor die erste Adventskerze brennt, beginnt bei der „MM“-Aktion die Arbeit. Das ganze Jahr über versucht sie, aus dem Spendentopf in plötzlichen Notlagen immer dort zu helfen, wo Hilfe wirklich nottut. Wenn jemand keine oder nur geringe gesundheitliche Einschränkungen und keine kleinen Kinder hat, erwartet die Aktion aber, dass zumindest eine Teilzeittätigkeit aufgenommen wird. Das ist sie den Spendern schuldig.

KNAPP 2000 ANTRÄGE LIEGEN VOR

Derzeit liegen schon knapp 2000 Anträge auf Unterstützung zur Weihnachtszeit vor, und jeden Tag kommt ein neuer Stapel. Es sind Briefe alter, gebrechlicher Menschen mit äußerst karger Rente, Fälle sogenannter „Altersarmut“, es sind zerrüttete, von Gewalt erschütterte Familien oder von heftigen Schicksalsschlägen heimgesuchte Menschen. Sie, die oft schon lange kein Geschenk mehr auspacken durften, sollen zum Advent dank der „MM“-Aktion einmal aufatmen dürfen. Für ältere, einsame Menschen verschicken wir mit Unterstützung der Galeria Kaufhof am Paradeplatz Lebensmittelpakete oder Gutscheine vom Marktkauf, die nur für Lebensmittel oder Kinderkleidung eingelöst werden können – nicht für Alkohol oder Zigaretten. Für Kinder gibt es ebenso Gutscheine für Bücher oder Spielzeug oder Spielzeugpräsente – und allein der Glanz in ihren Augen zeigt dann oft, dass sich die Mühe lohnt.

Denn nur dort, wo alle Möglichkeiten auf Zahlungen von Staat oder Versicherungen ausgeschöpft sind, springen wir mit Spendenmitteln ein. Zuvor sind der „MM“-Aktion Einkommensverhältnisse und Verbindlichkeiten als auch nötige Ausgaben genau und nachweisbar offen zu legen.

Ein wichtiger Grundstock der Aktion stellt das Blumepeterfest des Feuerio dar. Dazu kommen Benefizveranstaltungen, etwa von der Theatergruppe „Melanthalia“, vom Netzwerk Haushalt, der große Adventsbasar vom Theresienkrankenhaus, Konzerte von „Absolventum“ oder von Professoren der Musikhochschule. Neben zahlreichen, großen Firmenspenden sind zudem viele kleine Spenden, in bar eingezahlt, in der „MM“-Geschäftsstelle in P 3 (Fressgasse), ein wichtiges Standbein der Aktion.

Aber wie die Spenden für die Empfänger ein Zeichen der Zuversicht sein sollen, dass sie von der Gesellschaft nicht vergessen werden – so sind auch wir von der „MM“-Aktion zuversichtlich, dass wir wieder auf die Unterstützung, auf die Spenden unserer Leser bauen könnten – weil sie wissen, dass ihr Geld richtig ankommt: bei Nachbarn in Not. pwr