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Bitter ist gesund – aber nicht für alle

Archivartikel

Obst ist gesund, besonders die Grapefruit. Die vermutlich zufällig entstandene Kreuzung aus Orange und Pampelmuse wird besonders gern zum Frühstück gegessen. Sie baut Cholesterin ab, regt den Fettstoffwechsel an und gilt als ultimativer Schlankmacher. Nur drei Früchte decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C. Doch wenn Medikamente mit im Spiel sind, ist die Frucht nur mit Vorsicht zu genießen. Schuld ist das Naringin, das auch für den bitteren Geschmack der Grapefruit verantwortlich ist. Es hemmt bestimmte Enzyme. Die Folge: Die Wirkung der Arznei wird verstärkt. Besondere Vorsicht geboten ist zum Beispiel bei Cholesterinsenkern mit dem Wirkstoff Simvastatin oder Blutdruckmitteln mit den Wirkstoffen Amlodipin und Verapamil. Die Medikamente einfach zeitversetzt zu nehmen, reicht dabei nicht immer aus. Denn der Effekt der Grapefruit auf den Stoffwechsel dauert viele Stunden an. Nicht nur die Grapefruit kann unerwünschte Wirkungen nach sich ziehen. Gleiches gilt für mit Kalzium und Eisen angereichertes Mineralwasser: Manche Arzneimittel wirken in Kombination mit diesen Mineralstoffen vermindert, zum Beispiel bestimmte Schilddrüsenpräparate. Experten raten, Medikamente nur mit Leitungswasser einzunehmen. dpa/ble/Bild: Istock