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Blütenzauber

Nach einer Version der griechischen Mythologie sind Adonisröschen aus den Tränen der Aphrodite entstanden, als die Göttin der Liebe den Tod des Adonis beweinte. Zumindest die rot-blühenden Arten sollen so entsprossen sein, als das Blut des Sterbenden sie in der entsprechenden Farbe färbte. Und Aphrodite erblickte ihren Geliebten immerhin in der Schönheit der Blüte wieder. Wie gut passt zu diesem Mythos doch dieses Bild: Ein Frühlings-Adonisröschen spiegelt sich zum Sonnenaufgang in einem winzigen Tautropfen an der Spitze eines Grashalms an den Oderhängen. Das Gebiet zwischen Mallnow und Lebus an der Oder in Ostbrandenburg ist eines der größten zusammenhängenden Adonisröschen-Areale in Europa. In Brandenburg kommen diese streng geschützten Arten nur an den Pontischen Hängen nördlich von Frankfurt (Oder) vor. Für die giftigen Blumen wurde das Areal im Jahr 1984 zu einem Trockenrasen-Naturschutzgebiet erklärt. Andere größere Bestände finden sich zum Beispiel noch in Bayern, etwa in der Garchinger Heide, oder auch im Thüringer Keuperbecken. Frühlings-Adonisröschen besitzen eine gelbe Farbe und blühen etwa von April bis Mai. Scheint die Sonne, wenden sich die Blüten ihr zu und breiten sich aus. dpa/ble/Bild: dpa