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Die Botschafterin

Archivartikel

Gerade erst geschlüpft: Die Libelle der Gattung Blaugrüne Mosaikjungfer lässt nun, an einem Blatt über einem Tümpel im Süden Münchens hängend, ihre Flügel trocknen. Die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) ist „Gartentier 2019“. Die Art aus der Familie der Edellibellen erhielt bei einer Online-Abstimmung rund ein Drittel der Stimmen, wie die Heinz Sielmann Stiftung mitteilte. Auf den weiteren Plätzen folgten die Erdkröte (Bufo bufo) mit 21,56 Prozent und der Teichmolch (Lissotriton vulgaris) mit 19,51 Prozent der Stimmen. Den Angaben nach machten insgesamt knapp 3100 Menschen bei der Wahl mit. Die Blaugrüne Mosaikjungfer gehört mit einer Körperlänge von bis zu acht Zentimetern und einer Flügelspannweite von bis zu elf Zentimetern zu den größten Libellen. Ihre urzeitlichen Vorfahren in den Sumpfwäldern des Karbon vor 358 bis 298 Millionen Jahren waren aber deutlich größer. Fossilienfunde zeigen den Angaben nach Flügelspannweiten bis zu 72 Zentimeter. Für Menschen sind alle Libellen harmlos, sie besitzen keinen Stachel. Im Gegensatz zu anderen heimischen Libellenarten steht die Blaugrüne Mosaikjungfer nicht auf der Roten Liste. „Dennoch ist diese häufige Libelle Botschafter für ihre gefährdeten Artgenossen“, teilte die Stiftung mit. dpa/Bild: dpa