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Ein Hase zum Anknabbern

Archivartikel

Wieso legt gerade Meister Lampe, bekanntlich ein Säugetier, die Ostereier ins Nest? Das weiß niemand genau, obwohl der Brauch schon Hunderte Jahre alt ist. Der Hase war früher ähnlich wie das Ei ein Zeichen für Leben und Kinderkriegen – denn die Tiere bekommen häufig Junge. Und im Frühjahr hoppelten viele über die Felder.

Nie in der freien Wildbahn zu beobachten ist dagegen das schokoladige Kerlchen in unserem Bild. Eine Confiseurin in einer Manufaktur im schweizerischen Küsnacht gibt dem fast fertigen Osterhasen in Übergröße den letzten Schliff. Der sieht schon aus wie ein Schokoosterhase wie er im Buche steht: gefertigt aus Schokoladenmasse, zunächst angerührt aus feinem Kakaopulver und anderen Zutaten, dann noch flüssig in eine Hasenform gegossen, schließlich nach dem Festwerden mit heller und dunkler Schokolade verziert.

Bald hat der Hase jene Gestalt erreicht, die hinterher von allen Seiten angeknabbert werden kann. Zu den Osterfeiertagen im vergangenen Jahr haben die deutschen Hersteller hierzulande rund 107 Millionen Schokohasen ausgeliefert. Generell werden mehr Osterhasen als Weihnachtsmänner verputzt, was offenbar daran liegt, dass es mit Gebäck, Marzipan und Lebkuchen einfach mehr Auswahl gibt. Der Hase ist dagegen fast konkurrenzlos.