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Ein Schauspiel der Natur

Archivartikel

Zwei Spaziergänger stehen auf dem Schauinsland im Schwarzwald und betrachten den Sonnenuntergang über einem riesigen Wolkenmeer. Auf den Schwarzwaldgipfeln scheint die Sonne, während die Täler unter einer dicken Wolkenschicht liegen. Das Naturschauspiel lässt sich mit der Inversion erklären: Der Begriff bezeichnet in der Wetterkunde eine Temperaturumkehr. Von einer Inversionswetterlage spricht man, wenn es die Sonne nicht mehr schafft, Luftmassen zu durchmischen und aufzuwärmen. So bleibt es unten kalt und feucht, oben mild und trocken, und die warme Luft legt sich wie ein Deckel über die kalte Schicht – physikalisch eine Sperrschicht, die keinen Austausch mehr zulässt. Am Boden sorgt dies oftmals für eine Ansammlung von Schadstoffen und begünstigt insbesondere über Ballungszentren die Entstehung von Smog – oberhalb der Inversionsschicht jedoch gibt es die schönsten Aussichten zu bewundern. Das Wetterphänomen war insbesondere in der romantischen Malerei ein beliebtes Motiv. So erinnert dieses Foto, aufgenommen im baden-württembergischen Münstertal Ende Dezember, an Caspar David Friedrichs berühmtes, um 1818 entstandenes Gemälde „Der Wanderer über dem Nebelmeer“, das sich heute in der Hamburger Kunsthalle befindet. ble/dpa/Bild: dpa