Lifestyle

Flauschige Leibwächter

Alpakas als Aufpasser: Auf einer Farm im 50 Kilometer westlich von London gelegenen Cookham bewachen zehn Alpakas mehrere Tausend Truthähne. Die Idee kam Tom Copas, dem Inhaber von „Copas Traditional Turkeys“, nachdem im Jahr 2015 160 Vögel von Füchsen gerissen worden sind. Seit die Truthähne sich ihre Weide mit den Huftieren teilen, seien keine Todesopfer mehr beklagt worden. Was merkwürdig klingt, ist gar keine Seltenheit: „Alpakas werden überall auf der Welt genutzt, um wilde Hunde fernzuhalten“, sagte Copas der BBC. Die Paarhufer sind für ihre aufmüpfige Art bekannt – und werden wachsam, sobald sich ein Fuchs nähert. Die Alpakas im englischen Cookham erweisen sich jedoch nicht nur als knallharte Leibwächter, sondern auch als sanfte Kinderlieblinge: Der Copas-Hof bietet im Sommer Ausflüge mit den Kameltieren an. Um in den Genuss einer Alpaka-Wanderung zu kommen, muss man jedoch nicht gleich auf die Insel fliegen: Auch in der Metropolregion Rhein-Neckar gibt es Angebote, etwa in Heidelberg, Gaiberg oder im Odenwald. Den Truthähnen in Cookham geht es dank der Alpaka-Bodyguards zwar nicht mehr durch Füchse an den Kragen – ihr Leben lassen werden sie demnächst dennoch: Das Weihnachtsgeschäft beginnt bald. julb