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Wenn sich die Halter aus dem Staub machen oder Zirkustiere von Behörden beschlagnahmt werden, dann springen oft Tierparks, Auffangstationen und Zoos ein, nehmen die Tiere auf und bieten ihnen ein artgerechtes zuhause. Einer davon ist der Tiererlebnispark Bell im rheinland-pfälzischen Hunsrück. Rund 150 Tiere gibt es dort, darunter Sibirische Tiger (Bild), Pumas und Kattas. Sie könnten unbefristet bleiben, sagt Tierparkchef und Besitzer Remo Müller. Das Konzept komme bei Besuchern gut an. Er bedauert jedoch den Trend, „dass die Leute im Internet fast alle Tiere kaufen können, auch exotische“, ergänzt der gelernte Koch. „Über die Tierhaltung in Zirkussen wird geschimpft, aber das größte Problem ist im Heimtierbereich.“ Viele Leute unterschätzten die Anforderungen an die Haltung von Tieren oder hätten zu wenig Platz. Der Tiererlebnispark Bell setzt laut seinem Besitzer Müller auf rund 100 000 Quadratmetern auf „sinnvolle Beschäftigung“ seiner Bewohner. Die jährlich rund 40 000 Besucher könnten das Tiertraining miterleben. Im Winter, wenn Zoobesucher eher zu Hause bleiben, bietet die Einrichtung in Bell Varieté-Vorstellungen ohne Tiere, aber mit einem Vier-Gänge-Diner an – womöglich ein bundesweit einmaliges Sommer-Winter-Konzept, vermutet Müller. dpa/Bild: dpa