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Mannheim im Weihnachtszauber

Kammermusik vom Feinsten

Archivartikel

Berühmte Solisten der Musikhochschule geben im Schloss Benefizkonzert für „Wir wollen helfen“

Sie sind alle ganz große Meister ihres Fachs und als Solisten weltweit unterwegs: Professoren der Musikhochschule, an der Spitze der renommierte Pianist und Präsident Rudolf Meister, sind am Sonntag, 15. Dezember, um 11 Uhr im Rittersaal des Schlosses zu erleben. Solch ein Konzert, derart hochkarätig besetzt – das gibt es nur einmal im Jahr: Mit dem Konzert stellen sich die Musiker erneut in den Dienst der Aktion „Wir wollen helfen“ des „Mannheimer Morgen“, der mit dem Erlös in Not geratene Bürger unterstützt.

Schon seit über 30 Jahren geben Professoren, Dozenten oder auch namhafte Gäste der Mannheimer Musikhochschule die sehr beliebten Benefizkonzerte für „Wir wollen helfen“ im Schloss. Der ehemalige Rektor Gerald Kegelmann unterstützte die Aktion „Wir wollen helfen“ des „MM“ erstmals im Jahr 1987 mit einem Benefizkonzert. Rudolf Meister wurde 1997 sein Nachfolger – als damals jüngster Rektor Deutschlands. Seither engagiert er sich als Pianist – ebenso wie als Programmgestalter. Stets wirken zahlreiche Professoren und Dozenten, alle auch renommierte Solisten, ohne Gage bei den Konzerten mit.

Die „Frühlingssonate“ erklingt

Das erlesene kammermusikalische Programm ist in diesem Jahr ganz Ludwig van Beethoven gewidmet – schließlich feiert Deutschland 2020 mit der ganzen Welt den 250. Geburtstag des in Bonn geborenen berühmten Komponisten.

Den Vormittag werden die berühmte Violinistin mit Auftritten bis in die Carnegie Hall, Viviane Hagner, und Rudolf Meister am Klavier mit der Sonate Nr. 5 in F-Dur op. 24, bekannt als „Frühlingssonate“, eröffnen. Sie „zählt unter die besten, die Beethoven geschrieben hat, und das heißt ja wirklich unter die besten, die gerade jetzt überhaupt geschrieben werden“, so lautete bereits nach der Veröffentlichung im Jahre 1802 die lobpreisende Rezension der Allgemeinen Musikalischen Zeitung. Auch heute stellt die Sonate für Violine und Klavier mit ihrer Klarheit und ihrem Temperament von feurig bis heiter ganz außergewöhnlich die Vielseitigkeit in dem besonderen Klang der Kammermusik dar.

Ebenso anspruchsvoll stellt das Sextett in Es-Dur op. 81b Herausforderungen an die beiden Hornisten und das Streichquartett: Man könnte Spekulationen anstellen, dass Beethovens späterer Verleger und Hornlehrer Simrock ihn in seiner Jugend geradezu getriezt haben muss, denn wie der Komponist selbst einmal in einem Brief gestand, hat er „seinem Meister [mit diesem Werk] späterhin manche harte Nuß zu knacken gegeben“. Es spielen Samuel Seidenberg (Horn), Yue Guan (Horn), Stefan Arzberger (Violine I), Wolfgang Hammar (Violine II), Hideko Kobayashi (Viola) und Domenico Milone (Violoncello). Im Quintett in Es-Dur op. 16 für Klavier und Bläser von 1796 sind dann außer Rudolf Meister am Klavier noch Emanuel Abbühl (Oboe), Wolfhard Pencz (Klarinette), Samuel Seidenberg (Horn) und Ole K. Dahl (Fagott) zu hören.

Karten für das Konzert gibt es für 25 Euro im Vorverkauf im „MorgenForum“ bei Thalia in den Planken sowie an der Tageskasse. pwr