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Mutterliebe unter Robben

Archivartikel

Ein idealer Ort für Robbenmütter, um ihre Jungen zur Welt zu bringen und aufzuziehen: Ab November kommen alljährlich Kegelrobben zur Brutpflege an Norfolks Küste in Großbritannien – hier an den Strand von Horsey. An deutschen Küsten gilt die Kegelrobbe laut Naturschutzbund Deutschland (Nabu) noch immer als „etwas Besonderes“. Denn: Um 1910 habe man die Tiere im gesamten Wattenmeer als Konkurrent der Fischer gejagt und beinahe ausgerottet. Während England bereits 30 Jahre zuvor Regelungen zum Schutz des bis zu 300 Kilogramm schweren Raubtiers eingeführt hatte, trat in Deutschland erst 1970 ein Jagdverbot in Kraft. Heute würden an den Küsten der Ostsee wieder rund 30 000 Kegelrobben leben, heißt es auf der Internetseite der NABU. Ihren Namen würden die Tiere – so der Nationalpark Wattenmeer – ihrem kegelförmigen Kopf verdanken. Bei den dunklen Männchen sei die langgestreckte Kopfform besonders deutlich ausgeprägt. Im englischsprachigen Raum bezeichne man die Kegelrobbe daher manchmal auch als „horsehead seal“ (zu deutsch „Pferdekopf-Robbe“). Die Weibchen tragen dagegen ein helles Fell, oft mit dunklen Flecken. Die Jungtiere kommen mit einem hellen und flauschigen Geburtsfell auf die Welt. dpa/soge (Bild: Joe Giddens/DPA)