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Mythos Mond

Archivartikel

Der Mond ist schon vieles gewesen für uns, nicht nur Planet und Forschungsobjekt, sondern auch Zeitmesser, Orientierungshilfe und vor allem: ein Mythos. Luke Jerram macht ihn zur Kunst. Und bringt ihn uns beinah zum Greifen nah. Der britische Künstler hat den Himmelskörper originalgetreu rekonstruiert. Mithilfe von Daten und Aufnahmen der NASA bildete er die Mondoberfläche nach – im Maßstab 1:500,500. Jeder Zentimeter der Skulptur, die zudem von innen beleuchtet wird, repräsentiert demnach fünf Kilometer der Mondoberfläche. Der Durchmesser der kunstvollen Kugel beträgt sieben Meter. Mit dem Kunstobjekt reist Luke Jerram bereits seit zwei Jahren um die Welt. Er war schon in Island, Frankreich und Belgien, in Dubai und Hong Kong. Dieses Bild entstand in Chepstow, Großbritannien, in der Klosterruine Tintern Abbey. Die Idee zu seinem „Museum of the Moon“ hatte Luke Jerram auf dem Fahrrad: Unterwegs in Bristol kam er am tidenabhängigen Fluss Avon vorbei und war fasziniert von den Gezeiten, für die die Gravitation des Mondes mitverantwortlich ist. Wer sein Kunstwerk sehen will, muss weit reisen: Deutschland ist bislang nicht Ziel der Tour. Es bleibt einem aber immer noch der Blick in den Himmel. Alle Tourdaten gibt es unter www.my-moon.org ble/Bild: dpa