Lifestyle

Rundum glücklich

Das Überleben im Winter ist für Igel eine Frage des Gewichts. „Wer einen Igel findet, sollte ihn erstmal auf die Waage setzen“, rät Yvonne Mendez in der Wildvogel- und Igelpflegestation Kirchwald in der Vordereifel. „Ab 500 Gramm schaffen sie den Winter, dann braucht man nicht einzugreifen.“ Schwächere Igel aber sind dankbar, wenn sie aufgepäppelt werden – etwa mit Katzenfutter oder gekochtem Ei. In jedem Fall sei es sinnvoll, fachlichen Rat einzuholen, wenn ein Tier in der jetzt beginnenden Suche nach einem Winterquartier hilfsbedürftig wirkt. Jungtiere seien auch mal allein unterwegs, mit der Mutter in der Nähe. Dann könne man sich einfach an ihrem Anblick freuen und das kleine Stacheltier laufen lassen. „Der Igel ist eines der ältesten Säugetiere, das macht sie besonders“, sagt die Tierschützerin. „Igel sind auch nützlich, sie fressen Insekten und Schnecken. Jeder Gartenbesitzer sollte sich glücklich schätzen, einen Igel bei sich zu haben.“ Tierfreunde können dem Igel mit einem Laubhaufen einen Platz fürs Winterquartier einrichten. Der beste Igelschutz ist laut Christian Geske, Biologe beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, „ein nicht ganz so ordentlicher Garten, in dem die Tiere Fallobst, Regenwürmer und Schnecken sowie gute Verstecke finden.“ dpa/Bild: dpa