Lifestyle

So schön, so bedroht

Archivartikel

Wer an bedrohte Wildtiere denkt, dem fallen als Erstes Panda, Tiger oder Nashorn ein, nicht so sehr die Giraffe. Dabei hat sich ihre Zahl binnen 30 Jahren um knapp 40 Prozent verringert. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die Giraffe seit 2016 als gefährdet ein, die sogenannte Massai-Giraffe in Tansania und Kenia gilt seit diesem Jahr sogar als stark gefährdet. Nun hat die Artenschutzkonferenz in Genf beschlossen, Giraffen besser zu schützen. Der internationale Handel mit Fleisch, Leder und Jagdtrophäen oder die Verschiffung der Tiere an Zoos und Zirkusse soll künftig nur dann möglich sein, wenn das Exportland nachweist, dass die Bestände dadurch nicht weiter gefährdet werden. Wie Ralf Sonntag vom International Fund for Animal Welfare (IFAW) in Genf sagte, bestehe so die Chance, dass die Populationen sich erholen. Nach einer Analyse von Axel Janke von der Frankfurter Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung gibt es vier Arten. Der Genetiker, der Gewebeproben von 190 wilden Giraffen aus unterschiedlichen Ländern untersuchte, unterscheidet zwischen Nord-Giraffe, Netzgiraffe, Massai-Giraffe und Süd-Giraffe. Ein Lichtblick sei, dass sich der Bestand im Niger erholt hat. „Dort leben wieder rund 400 Westafrikanische Giraffen, eine Unterart der Nord-Giraffen.“ dpa/Bild: dpa