Lifestyle

Späte Süße

Archivartikel

Frauen hängen Kaki-Früchte zum Trocknen auf – eine Delikatesse in China. Für die lokalen Bauern – das Bild entstand in der nordöstlichen Stadt Zibo – hat sich das Kaki-Geschäft zu einer wichtigen Einnahme-Quelle entwickelt. Die Frucht gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. Sie wird in China bereits seit mehr als 2000 Jahren angebaut. Der Pflanze werden vor allem in Asien verschiedene Heilkräfte zugesprochen. Im deutschen Handel findet man besonders oft Sharonfrüchte – das ist eine Neuzüchtung der Kaki aus Israel. Im Geschmack erinnern Kakis an eine Mischung aus Aprikose, Quitte und Birne. Die ungewöhnliche Süße kommt nicht von ungefähr: Kakis bestehen zu zwölf bis 16 Prozent aus Zucker. In den Früchten steckt viel Gutes: Vitamin B, reichlich Provitamin A, das gut für Augen und Nerven ist, und Vitamin C, das die Abwehrkräfte stärkt. Außerdem enthalten Kakis Kalium und Phosphor. Die orangefarbenen Früchte, die optisch Tomaten ähneln, schmecken am besten, wenn sie fast überreif sind. Dann überlagert ihr hoher Zuckergehalt den hohen Gerbstoffgehalt. Kakibäume werden bis zu zehn Meter groß. Ungewöhnlich ist, dass die Früchte erst reif werden, wenn die Blätter des Baumes schon zum Großteil abgefallen sind, also in der kalten Jahreszeit. dpa/Bild: dpa