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Teuflisch klettern in der Pfalz

Archivartikel

Manchmal lassen sich Kletterer am Teufelstisch beobachten. Das Felsplateau befindet sich rund 14 Meter über dem Boden und überragt die umliegenden Bergkuppen der Südwestpfalz sowie den Erlebnispark Teufelstisch. Die Mischung aus Spielplatz und Wanderinfo hat die Gemeinde Hinterweidenthal eigens mit Blick auf den namensgebenden Felsen aus Buntsandstein angelegt. Dieser ist riesengroß und an die 300 Tonnen schwer, so dass es beim Zusammenbau von Pfeiler und Platte wohl mit dem Teufel zugegangen sein muss. So berichtet es zumindest die Sage, die der Pfälzer Heimatdichter Fritz Claus überliefert hat. Inzwischen haben Geologen eine andere Erklärung: Die Platte und sein massiver Fuß sind der harte Kern eines Sandsteinfelsens, dessen weichere Teile abgetragen wurden und den Blick frei machten auf bizarre Vorsprünge und eine sandige Schichtung. Ein Paradies für Kletterer: Drei Routen sind freigegeben, obwohl das Wahrzeichen der Pfalz besonderem Schutz unterliegt. „Wenn Vögel in den Felsen nisten, sperren wir die Routen“, sagt Tobias Kauf, Projektmanager Wandern bei Pfalztouristik. Verbieten wolle man die Sportart nicht: „Wir sind auch eine Kletterregion, das hat hier Tradition.“ Mehr unter pfaelzer-kletterer.de und pfalzklettern.com tmn/Bild: Deike Uhtenwoldt/dpa-tmn