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Vogelrufe

Ein Reiher schnappt sich an einem Wasserfall in Gangneung, östlich von Seoul (Südkorea), einen Fisch aus dem Wasser. Reiher sind auf der ganzen Welt verbreitet, es gibt mehr als 60 Arten, alle leben und jagen sie am Wasser: an Süßgewässern, Flussmündungen oder Küstenregionen. Und den meisten ihrer Art geht es gut: So hat sich etwa nach jahrelanger Jagd in ganz Europa ihr Bestand wieder erholt, als bedroht gelten heute nur wenige Vertreter, zum Beispiel Nacht- und Purpurreiher. Doch viele andere Vägel müssen kämpfen. Deutsche Vogelkundler warnen immer häufiger vor Artenschwund. Auf der Roten Liste der in Baden-Württemberg gefährdeten Brutvögel stehen derzeit insgesamt 64 Arten. Die Liste teilt sich in mehrere Kategorien auf. Auerhuhn und Kiebitz etwa gelten als vom Aussterben bedroht, der Kuckuck als stark gefährdet. Die Gründe liegen nicht nur im Klimawandel. Wichtiger Lebensraum für die Tiere geht verloren, etwa weil landwirtschaftliche Flächen immer intensiver bewirtschaftet werden. Auch Nahrung wird knapp, weil es immer weniger Insekten gibt oder diese durch den Einsatz von Pestiziden für Vögel giftig sind. Dabei gibt es Unterschiede: Die Vögel auf dem Land leiden deutlich mehr. Ihren Artgenossen in der Stadt geht es besser. ble/dpa/Bild: YNA/dpa