Lifestyle

Mannheim im Weihnachtszauber

Zeitung setzt Zeichen der Zuversicht

Archivartikel

Viele Leser unterstützen mit Spenden die MM-Aktion „Wir wollen helfen“

Man kann das heute gar nicht mehr fassen: Im Dezember 1946 berichtet der „Mannheimer Morgen“ („MM“), dass Mitarbeiter der Zeitung „an die Ärmsten der Notleidenden unserer Stadt Weihnachtsgrüße“ überbringen, um „im Dunkel der Notzeit den Glauben an die menschliche Solidarität zu stärken“. Das sei „ein Sonderauftrag zur praktischen sozialen Politik unseres Blattes“. Diesem Auftrag fühlt sich der „MM“ seither verpflichtet. Mit der Aktion „Wir wollen helfen“ setzt die Zeitung Zeichen der Zuversicht. Zunächst stellten die damaligen Herausgeber E. F. von Schilling und Dr. Karl Ackermann Geld dafür zur Verfügung. Als die Trümmer des Krieges aus dem Stadtbild verschwanden und erste Zeichen des Wohlstandes zu sehen waren, wuchs auch die Bereitschaft der Bürger, einander finanziell zu helfen. Spontan gaben in den 50er Jahren nach einem „MM“-Artikel viele Mannheimer Geld für ein schwer herzkrankes Kind, das allein durch eine Operation in den USA gerettet werden konnte. Da zeigte sich: Die Bürger sind bereit, Not bei ihren nächsten Nachbarn zu lindern – wenn eine anerkannte Adresse für die korrekte Verwendung aller Gelder einsteht. Nach dem kleinen Günther, der dadurch überlebte, folgten weitere Einzelfälle, und mit der Zeit wuchs daraus die sich über das ganze Jahr erstreckende MM-Aktion „Wir wollen helfen“. Zwar ist ein juristisch von der Zeitung unabhängiger, eingetragener Verein der Träger der Aktion – und als gemeinnützig anerkannt – aber natürlich steht dahinter die Zeitung. Sämtliche Personal- und Verwaltungskosten werden vom Verlag getragen, wodurch jeder Cent an Spenden Hilfsbedürftigen zugutekommt. Seit Generationen hat dieses soziale Engagement für die Haas-Mediengruppe eine unverändert hohe Bedeutung. Doch unverzichtbar sind die Mannheimer. Sie tragen diese Aktion auf einzigartige Weise mit, sie spenden seit Jahrzehnten große und kleine Beträge. Das reicht vom geleerten Sparschwein bis zur ansehnlichen Firmenspende oder dem Verzicht auf Geschenke bei Geburtstagen, von Benefizkonzerten bis zum immensen Engagement des Feuerio, vieler Mitstreiter und Firmen, die durch das Blumepeterfest einen wichtigen Teil der Jahreseinnahmen beisteuern. Ohne diese Spenden gäbe es „Wir wollen helfen“ nicht. Die Spender helfen in der Gewissheit, dass „Wir wollen helfen“ nur letzter Rettungsanker sein will und kann, wenn alle anderen Chancen auf Zahlungen von Behörden und Versicherungen wirklich ausgeschöpft sind. Sie wissen, dass jeder eingehende Brief, jede Bitte eines Hilfesuchenden genau geprüft wird, ob die Notlage überhaupt begründet ist. Nur dann gibt es eine Geldspritze aus Spendenmitteln. pwr