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Zugvögel und Klimawandel: Eine Reise ins Ungewisse

Archivartikel

Ein Vogelschwarm fliegt bei Riedlingen-Bechingen an einem aus dem Morgennebel ragenden Strommast vorbei. Die meisten Zugvögel aus dem Südwesten haben sich bereits auf die Reise in die Winterquartiere gemacht. Doch der Zug zwischen Winter- und Sommerquartieren könnte für einige Vogelarten mit dem Klimawandel deutliche Nachteile bringen. „Der Klimawandel hat Auswirkungen auf die Verhältnisse im Brutgebiet, auf den Raststationen im Durchzugsgebiet und im Winterquartier“, sagte Lars Lachmann von der Naturschutzorganisation Nabu. „Und manchmal passen diese Auswirkungen leider nicht zusammen.“ Ohnehin lasse sich das genetisch festgelegte Programm vieler Langstreckenzieher, die südlich der Sahara überwintern, nicht ohne weiteres umstellen: „Der Klimawandel beschleunigt sich mit all seinen Symptomen zu schnell, als dass eine evolutionäre Anpassung mithalten könnte“, heißt es vom Nabu. Bei den Bestandstrends in Deutschland vorkommender Vogelarten sieht es dem Nabu zufolge bei Zugvogelarten schlechter aus als bei nicht-ziehenden Arten. Dabei müsse allerdings berücksichtigt werden, dass die meisten Zugvogelarten Insektenfresser sind – denen es angesichts des Insektenschwundes ohnehin besonders schlecht gehe. dpa/Bild: dpa