Lindenhof

Lindenhof Kommunalpolitiker der CDU besichtigen mit der Feuerwehr und Bürgern den Schutzraum unter dem Pfalzplatz

Bunker als potenzielle Tiefgarage

Die Parksituation rund um das Diakonissenkrankenhaus an der Speyerer Straße gilt unter Anwohnern, Beschäftigten und Besuchern des Krankenhauses als katastrophal. „Beim Bezirksbeirat Lindenhof gehen viele Beschwerden von den dortigen Anwohnern ein“, erklärte Bezirksbeirätin Ingeborg Dörr. Der Bunker unter dem Pfalzplatz biete sich als potenzielle Tiefgarage und damit Lösung des Problems an. Die CDU-Bezirksbeirätin besichtigte mit der Feuerwehr und interessierten Bürgern den Schutzraum unter dem Pfalzplatz. Laut einem Bericht des Mannheimer Morgen vom 05.10.2012 habe es bereits Pläne gegeben, den Bunker unter dem Pfalzplatz in eine Tiefgarage umzubauen, „Doch jetzt wird gesagt, es ist kein Geld da und der Bunker ist baufällig“, so Dörr. Potentielle Investoren hingegen könnten sich dort neben einer Tiefgarage sogar eine Bebauung des Pfalzplatzes vorstellen. Was sie machen müssten, wären nur Entlüftung, Beleuchtung und eine hintere Einfahrt. Dazu erklärte Klaus Handermann von der Feuerwehr: Der nach dem Zweiten Weltkrieg wiederhergerichtete Tiefbunker, der seit 2011 Jahre nicht mehr als Schutzraum genutzt werden kann, verfüge sowohl über Treppenzugänge als auch eine Zufahrtsrampe mit einer lichten Höhe von circa zwei Metern sowie einen Ausgang an der Speyerer Straße.

Die CDU-Bezirksbeirätin will deshalb noch einmal sachlich prüfen lassen, ob der Pfalzplatz-Bunker in ein Parkhaus umgebaut werden kann. Auch Bezirksbeirat Friedhelm Klein würde sich anstelle des ungenutzten Raumes dort eine Tiefgarage wünschen. Gut wäre es, wenn sie mit den potentiellen Investoren vorankämen. Doch bei der Kosten-/ Nutzung-Rechnung könne man die Verwaltung nicht außen vor lassen, wegen der Folgeregelung von Zu- und Abfahrten.

Architekt Matthias Jarcke gab zu bedenken, dass eine Tiefgarage allein für einen Investor ungünstig sei. „Ohne dass der Platz oben bebaut wird, rechnet sich das für einen Investor nicht“, meinte er. Sie bräuchten dafür ein Konzept, das aus dem Quartier heraus entstehe.

Wunsch nach Supermarkt

Bezirksbeirätin Dörr könnte sich beispielsweise vorstellen, oben auf dem Platz ein zweistöckiges Gebäude für einen Kindergarten und Tages-Betreuungsplätze für Senioren zu errichten.

Eine Idee, die auch Stadträtin Weiss ausgesprochen gut fand. Sie sagte zu, dass sie bei der nächsten Fraktionssitzung noch einmal mit Erstem Bürgermeister Christian Specht besprechen wolle, ob der Pfalzplatz Bunker nicht als Tiefgarage umgewidmet werden könne. Auch ein Supermarkt, den sie und viele Bürger vor Ort schmerzlich vermissen würden, fehle noch im Quartier, wie sie ausdrücklich betonte.