Lindenhof

Ein Plus für die Gesellschaft

Ein Haus, in dem Alt und Jung unter einem Dach wohnen. Menschen, die sich austauschen und zusammen Lebensräume gestalten, die sich auch mal helfen und unterstützen können: Das klingt verlockend.

Und vielleicht ist es auch deshalb eine Lebensform, die von einer Koordinierungsstelle im Rathaus ausdrücklich gefördert wird. Und die bereits funktioniert. Beispielsweise in C 7, wo in mehreren Wohngemeinschaften mit separaten Appartements insgesamt rund 70 Parteien leben.

Auch in der Meerfeldstraße könnte dies gelingen. Sicherlich muss für die Parkplatznot dringend eine Lösung gefunden werden. Doch dieser Missstand steht auf einem anderen Blatt. Ein Brachgelände sozusagen als „wilden“ Stellplatz zu nutzen, wie es bisher dort üblich war, kann nicht der richtige Weg sein. Und es ist auch nicht die primäre Aufgabe eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes, Tiefgaragenplätze einzurichten.

In dreifacher Hinsicht positiv

Vielmehr ist das Projekt in dreifacher Hinsicht positiv. Zum einen wird ein seit Jahren brachliegendes Gelände belebt. Zum anderen finden 18 Menschen ein Zuhause, das sie weitgehend nach ihren Bedürfnissen gestalten können. Und das sie für den Stadtteil und seine Bewohner mit Veranstaltungs- und Konzerträumen öffnen wollen.

Wie heißt einer der Bestseller von Autorin Anna Gavalda so treffend: „Zusammen ist man weniger allein.“ Gemeinschaftliche Wohnprojekte sind ein Gewinn – für die Menschen, die darin leben, für die Stadt und für den Lindenhof.