Lindenhof

Lösung für alle muss gelingen

Archivartikel

Er ist mit seinen mehr als 100 Jahren längst nicht mehr der Jüngste. Und zumindest für Radfahrer und Fußgänger bietet er nicht die einzige Möglichkeit, um vom Lindenhof in die Stadt zu kommen. Dennoch: Die Lindenhöfer hängen an „ihrem“ Suezkanal. Dafür spricht allein die Tatsache, dass täglich mehr als 2500 Autos die Straßenunterführung nutzen. Und auch wer beispielsweise von der Innenstadt in Richtung Helene-Lange-Schule läuft, dem ist mit dem Kleinfeldsteg in Höhe von John Deere nur bedingt gedient. Wer nicht zu Fuß, sondern mit vier Rädern unterwegs ist, kann diese Möglichkeit ohnehin nicht wahrnehmen.

Dass er von Fußgängern sowie von Auto- und Radfahrern gleichermaßen genutzt wird, hat sich in den vergangenen Jahren bewährt. Dennoch geht es innerhalb des Tunnels eng zu. Und so ist es nur verständlich, dass viele Bürger die geplanten Arbeiten der Deutschen Bahn in der sanierungsbedürftigen Straßenunterführung aus dem Jahre 1895 als Chance betrachten, um den Suezkanal auszubauen.

Das ist auch richtig so. Doch eine Verbreiterung lehnt die Stadt auch aus Kostengründen ab. Eine komplette Sperrung dieser hochfrequentierten Mannheimer Verkehrsader für den gesamten Pkw-Verkehr wünscht sich wohl kaum einer. Selbst aus den Reihen der Grünen im Bezirksbeirat findet diese Variante keine große Zustimmung. Und so bleibt nur eine Alternative: Es muss eine Lösung gefunden werden, die ein Miteinander aller Verkehrsteilnehmer möglich macht. Eine Fahrradstraße, bei der Zweiräder Vorrang vor Autos haben, wäre nicht die schlechteste.