Lindenhof

Lindenhof/Wohlgelegen „Grokageli“ beendet närrische Wochen im Eichbaum-Stammhaus

Trauer hält sich bei Karneval-Gesellschaft in Grenzen

Archivartikel

„Zunächst begrüße ich euch im Namen der Grokageli zu unserer Trauerfeier für die verstorbene Fasnacht“, verkündete Erika Mathias, im Eichbaum-Stammhaus im Wohlgelegen. Wenig später zeigte sich indessen, dass sich die Traurigkeit beim Heringsessen der Lindehöfer Narren in Grenzen hielt. „Stolz dürfen wir auf eine erfolgreiche, anstrengende Kampagne zurückblicken“, sagte die Präsidentin der Großen Karneval-Gesellschaft Mannheim-Lindenhof 1907 in der Käfertaler Straße 168.

Die „Grokageli“ freue sich, so Mathias, über „sehr gut besuchte närrische Sitzungen“. Offenbar hat die Gesellschaft zahlreiche Freunde und Fans. Jedenfalls seien die zwei Gardebälle ausverkauft gewesen, zum Kindermaskenball mussten gar wegen des Andrangs zusätzliche Tische aufgestellt werden.

Das mag auch an dem lautstarken Umzug zum Rathaussturm zu Beginn der närrischen Zeit liegen. Mit dem Spielmannszug Feudenheim marschierte die bunte Truppe durch die Straßen Lindenhofs, vielfach von Anwohnern und Passanten mit Ahoi begrüßt. Kaum jemandem im gesamten Stadtteil konnte entgehen, dass die fröhlichen Narren wieder los waren.

Ein gelungener Streich, mit dem die Grokageli seit inzwischen bereits vier Jahren auf sich aufmerksam macht. Zwei Umzüge absolvierten die Lindenhöfer auf dem Höhepunkt der Kampagne, ein dritter – auf der Rheinau – wurde wegen starker Winde abgesagt. Auch dort hätte die Gesellschaft gern ihren von der Firma Berrang gestellten Umzugswagen präsentiert.

„Wir haben zwar Aschermittwoch, wenn aber jemand noch nicht genug von der Narretei hat, es stehen noch Termine aus“, versprach Mathias, unter anderem Heringsessen bei den „Schlappmäulern“, Fasnacht in Frankreich, und Männerballett bei „Lallehaag“.

Das alles ändert nichts daran, dass bei der „Grokageli“ vorerst Schluss mit lustig ist. Und so gab die Präsidentin den symbolischen Rathausschlüssel an Walter McDavid, den Leiter des Bürgerservice, gerne auch als „Bürgermeister“ tituliert, zurück.