Lindenhof

Lindenhof Pfalzplatzbunker soll Kita-Einrichtung Platz bieten

„Uns geht es um die Kinder“

Archivartikel

Den Plänen der Stadt zufolge könnte er bald Platz für 30 Krippen- und 80 Kindergartenkinder bieten: Der Standort Pfalzplatzbunker soll umgestaltet werden. Hanno Ehrbeck vom Fachbereich Stadtplanung erläuterte bei der jüngsten Bezirksbeiratssitzung auf dem Lindenhof die Ziele für eine bauliche Entwicklung und sinnvolle Aufwertung der 9000 Quadratmeter großen, zubetonierten Bunkerfläche. Dazu zähle aus Sicht der Stadt jedoch auch die Schaffung von Wohnraum.

Ein Planungs-Mix, der bei vielen Bezirksbeiräten auf Kritik stieß. „Uns geht es um die Kinder“, betonte Michael Kost (Freie Wähler/ML). Im Zentrum der Überlegungen müsse der Bau einer Kita-Einrichtung stehen – und nicht der von Wohnungen. Die Vorsitzende der CDU-Lindenhof Ingeborg Dörr plädierte für die Nutzung der Bunker-Erdgeschosse für eine Tiefgarage. Die könne nicht nur die Parkplatznot rund ums Diakonissenkrankenhaus, sondern auch für weitere Teile des Schwarzwaldviertels mildern. Auch ein Kinderhaus sowie Senioren-, Spiel- oder Garten-Projekte könnten darüber bequem Platz finden.

Wohnbebauung als Option

Ingeborg Dörr und Marc-Oliver Kuhse, Vorsitzender der Bürger-Interessen-Gemeinschaft BIG-Lindenhof, betonten, dass der Bunker nicht „marode“ sei, und eine Sanierung somit nicht all zu aufwendig. Auch in den 80-er Jahren seien Arbeiten an dem Gebäude erfolgt. „Als Parkhaus würde er sich sehr gut eignen“, betonte Dörr, die den Bunker bereits mehrfach bei Vor-Ort-Terminen mit Bürgern besichtigt hatte.

Die Bezirksbeiräte stimmten dem Vorschlag der Verwaltung mit einer Nein-Stimme und einer Enthaltung zu. Allerdings nur mit dem Zusatz, dass die Kinderbetreuungseinrichtung absolute Priorität hat. Eine Wohnungsbebauung sei hingegen eine Option, „über die noch beraten werden muss“, wie der stellvertretende Sitzungsleiter Dirk Grunert (Grüne) resümierte.