Lokalsport Mannheim

Handball, 3. Liga Großsachsen unterliegt in Kornwestheim

35 Gegentore sind zu viel

Archivartikel

Großsachsen.Beim Auswärtsspiel in Kornwestheim scheiterte Handball-Drittligist TVG Großsachsen vor allem an seiner Defensivschwäche. Zwar trafen die Bergsträßer 34 Mal ins gegnerische Tor, was meistens zum Sieg reicht, beim SV Salamander hieß es am Ende aber 34:35 (13:16). Zwar war der TVG-Angriff variabler als zuletzt und stellte die Gastgeber immer wieder vor neue Aufgaben. Aber was sich Großsachsen vorne erarbeitete war innerhalb weniger Sekunden mit einem Gegentreffer wieder zunichte gemacht. Besonders Rechtsaußen Peter Jungwirth bekam der TVG nie in den Griff. Der ehemalige Bundesligaspieler traf am Ende zehn Mal und hatte großen Anteil am Sieg der Gastgeber.

Großsachsen lief von Beginn an einem Rückstand hinterher, konnte mehrfach ausgleichen aber nie das Kommando übernehmen. Ärgerlich, denn Kornwestheim war auf keinen Fall unschlagbar und setzte die Defensive des TVG immer wieder erfolgreich mit Schnellangriffen unter Druck. Großsachsen wirkte unsortiert und erlaubte sich viele defensive Aussetzer.

Meisers Tore reichen nicht

Gut, dass wenigstens Benedikt Meiser auf Halbrechts einen guten Tag erwischt hatte und Großsachsen bis zum 13:16-Halbzeitstand im Spiel hielt. Nach Wiederbeginn zog Kornwestheim dann erstmals auf fünf Treffer weg. Beim 21:16 (38.) sah es nach einer deutlichen Niederlage der „Saasemer“ aus. Doch Großsachsen gab sich nicht geschlagen. Max Hartz und Mika Schüler auf der Mitte sorgten für mehr Bewegung und beim 24:24 (44.) durch Simon Reisig schienen die Gäste auf dem besten Weg, die ersten Auswärtspunkte einzufahren. Als dann noch Kornwestheims Abwehrstratege Hendrick Schoeneck nach einem üblen Foul direkt Rot (50.) sah, schien alles für den TVG zu laufen. Doch anstatt daraus einen Vorteil zu ziehen, traf Kornwestheim zwei Mal und Großsachsen ging leer aus. Beim 30:30 (53.) war letztmals der Ausgleich hergestellt. In der Folge war Großsachsen mehrfach auf ein Tor dran, konnte aber nicht mehr ausgleichen.

TVG Großsachsen: Lieb, Richter, Hoblaj; Schüler (4), Hildebrandt (5), Meiser (7), König, Kupijai, Hartz (10/4), Straub, Kehlenbach (1), Reisig (6), Buschsieper (1). 

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