Lokalsport Mannheim

Hockey Im Stadtvergleich sind die TSVMH-Damen beim MHC völlig chancenlos

9:0 – Derby gerät zur einseitigen Angelegenheit

Archivartikel

Mannheim.Einen Spannungsbogen suchten die Zuschauer am Samstag beim Derby der Bundesligadamen des Mannheimer HC und des TSV Mannheim Hockey vergebens. Am Ende stand ein überdeutlicher 9:0 (5:0)-Kantersieg für die gastgebenden MHC-Damen zu Buche, die den noch sieglosen Lokalrivalen deutlich in die Schranken wiesen.

„Gerade nach dem letzten Doppelspielwochenende in Köln und Düsseldorf hat es uns sehr gutgetan, dass wir heute so viele Tore schießen konnten“, erinnerte Nicklas Benecke, der die MHC-Damen seit dieser Saison gleichberechtigt mit Philipp Stahr coacht, an das vorangegangene Wochenende, als den Blau-Weiß-Roten in zwei Spielen nur ein Treffer gelungen war. „Bis auf eine zehnminütige Phase im dritten Viertel haben wir heute nicht nachgelassen und auch etwas für die Tordifferenz getan“, war Benecke mit dem Auftritt des Vizemeisters von 2017 sehr zufrieden.

„Das es sehr schwer werden würde, hier etwas zu holen, war uns klar, aber in so einer Deutlichkeit zu verlieren, stärkt natürlich nicht das eigene Selbstvertrauen“, sah Fanny Cihlar, die das TSVMH-Damenteam gemeinsam mit Carsten-Felix Müller trainiert, gegenüber den beiden beherzten Heimauftritten am vergangenen Wochenende einen klaren Rückschritt für die Schwarz-Weiß-Roten.

Schon im ersten Viertel alles klar

Wer dieses Derby gewinnen würde, zeichnete sich schon im ersten Spielviertel klar ab. Bereits nach vier Minuten musste TSVMH-Torhüterin Friederike Schreiter hinter sich greifen, als Lydia Haase das 1:0 für den MHC markierte. Die Gastgeberinnen blieben am Drücker und Nadine Kanler legte einen Doppelpack zum 2:0 (6./ Strafecke) und 3:0 (11.) nach. „Natürlich tat uns das heute gut, gerade nachdem der Ball am vergangenen Wochenende ja nicht so ins gegnerische Tor wollte“, war bei der Doppeltorschützin auch Erleichterung zu spüren.

Greta Lyer (12./Strafecke) sorgte im ersten Abschnitt für das 4:0. „Das erste Viertel war heute leider auch unser schlechtestes“, wusste Cihlar, dass nach den ersten 15 Minuten die Begegnung am Neckarplatt auch angesichts der Harmlosigkeit des TSVMH eigentlich schon gelaufen war. Im zweiten Viertel sorgte Vizeweltmeisterin Megan Frazer dann für den 5:0-Halbzeitstand (24.). Nach der Pause trafen noch Solvej Althof (43.), Martina Cavallero (47.), erneut Lyer (53.) sowie nochmals Haase (56.).

Im Heimspiel gegen den Münchner SC wollten die TSVMH-Damen die Derbypleite eigentlich vergessen machen und Punkte gegen den Abstieg sammeln, allein der MSC spielte bei diesem Vorhaben nicht mit und fügte dem Schlusslicht eine 1:5 (0:3)-Heimniederlage zu. Laura Keibels Tor zum zwischenzeitlichen 1:3 (49.) blieb Ergebniskosmetik.

Die MHC-Damen festigten gestern dagegen ihren vierten Platz mit dem 3:1 (1:0)-Erfolg bei Uhlenhorst Mülheim. Cavallero, Kanler und Haase trafen dabei für den MHC.