Lokalsport Mannheim

Judo JT Mannheim-Heidelberg unterliegt KSV Esslingen 0:14

Abenteuer endgültig beendet

Archivartikel

Eppelheim.Die 1. Bundesliga ist für das Judoteam Heidelberg-Mannheim Geschichte – vorerst. Denn der Schritt ins Oberhaus, der wegen des Neuaufbaus verbandstechnisch in diesem Jahr erzwungen war, kam etwas zu früh. Dennoch haben die Judofighters Rhein-Neckar einen riesigen Entwicklungsschritt gemacht, auch wenn der letzte Wettkampf, der mit einer 0:14-Niederlage gegen den Tabellendritten KSV Esslingen endete, die Saisonleistung nicht widerspiegelt. „Ich denke, die meisten unserer Gegner haben damit gerechnet, dass wir immer solche Punktelieferanten sind. Doch diese Vorhersage ist nicht eingetroffen“, sagte Co-Trainer Matthias Krieger.

Vor 400 Zuschauern und trotz toller Unterstützung seitens der Fans waren die Judofighters beim letzten Heimauftritt nicht in der Lage, einen Kampf zu gewinnen. Da machte sich das Fehlen von gleich fünf erkrankten Leistungsträgern bemerkbar und drückte bei anderen der feststehende Abstieg wohl doch auf die Motivation. Zudem wollte der Trainerstab um Carmen Bruckmann und Stefan Saueressig einigen bisher unberücksichtigten Teammitgliedern wenigstens noch einen Einsatz in der 1. Liga ermöglichen.

Janis Hill zeigt großen Kampf

Gegen einen KSV Esslingen, der in stärkster Besetzung anreiste, um sich mit einem hohen Sieg (letztlich vergeblich) den Einzug in das Finale zu sichern, war da nichts zu holen. Nur Janis Hill reizte die Kampfzeit aus und verlor zweimal ganz knapp. „Wir sind noch nicht konstant genug. Aber: Wir sind nicht frustriert auseinandergefallen, wir haben Moral und Zusammenhalt gezeigt. Für die 2. Liga sind wir stark genug, das haben wir bereits bewiesen“, zog Saueressig Bilanz.

„Es war eine lange und kraftraubende Saison. Unser größtes Ziel war es, die Mannschaft zusammenzuhalten, die Stimmung nicht kippen zu lassen und gestärkt aus der Erfahrung hervorzugehen. Das haben wir erreicht“, bedankte sich Bruckmann. „Ich kann immer wieder nur betonen, wie stolz ich auf alle bin: Auf die Kämpfer, die immer mühselig ihr Gewicht gemacht haben, aber auch auf die Trainer, die Presse- und PR-Leute, die Helfer im Catering und in der EDV.“ sd