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Handball Der 28. Neckar-Cup in Ilvesheim bietet an zwei Tagen Wettbewerbe von den Minis bis zu den Aktiven / SpVgg-Frauenteam will den Heimvorteil nutzen

Alle jagen Viernheim und Friedrichsfeld

Archivartikel

Ilvesheim.Es ist wieder so weit: Am kommenden Wochenende verwandelt sich das Ilvesheimer Neckarstadion wieder zu einem Mekka für Handballer. Der 28. Neckar-Cup der SpVgg Ilvesheim ist das größte Turnier der Metropolregion und bietet am Samstag und Sonntag Konkurrenzen in allen Altersklassen: Von den Minis über die Damen-Teams am Samstagnachmittag und die Herren, die traditionell am Sonntag den Abschluss der Mammutveranstaltung bilden, bis zu den Senioren.

140 Mannschaften sind insgesamt am Start, was die Veranstalter von der SpVgg Ilvesheim einmal mehr vor eine echte Herausforderung stellt. „Aber wir haben glücklicherweise ein super Helferteam“, sagt Dennis Neumann, der gemeinsam mit den beiden Abteilungsleitern Oliver Grimm und Marco Hauck wieder die Turnierleitung inne hat.

Titelverteidiger aus Südhessen

Während bei den Männern vor allem der Auftritt der Badenligisten TSV Amicitia Viernheim und TV Friedrichsfeld mit Spannung erwartet wird, liegt bei den Frauen der Fokus eindeutig auf der Mannschaft des Gastgebers: Die SpVgg Ilvesheim feierte mit ihrem Trainer Udo Böbel überraschend den Aufstieg in die Verbandsliga und wenn es nach dem A-Lizenz-Inhaber geht, ist dort noch nicht Schluss, „aber übertreiben wollen wir es auch nicht“, meint er: „Wir hatten einen Drei-Jahresplan, der uns in die Verbandsliga führen sollte. Jetzt haben wir das schon im ersten Jahr geschafft. Nun gilt es, in der Verbandsliga Fuß zu fassen, aber perspektivisch wollen wir natürlich schon noch einen weiteren Schritt gehen“, so der erfahrene Coach.

Der Aufstieg der Ilvesheimerinnen war dabei durchaus kurios: Sportlich konnte der SpVgg kein Gegner das Wasser reichen, aber am Ende wurden noch drei Punkte wegen fehlender Schiedsrichter abgezogen, so dass in der Landesliga „nur“ die Vize-Meisterschaft – punktgleich mit Meister St. Leon/Reilingen – raussprang. Danach sollten Entscheidungsspiele um den Verbandsliga-Aufstieg gegen den Zweiten der Landesliga Süd gespielt werden. Doch der wollte ebenso wenig wie der Dritte, erst der Viertplatzierte Walzbachtal war bereit. Das sorgte schließlich bei Böbel für Kopfschütteln: „Warum sollen wir als Vize-Meister gegen den Vierten der anderen Staffel spielen. Das macht doch sportlich keinen Sinn.“

Dann ging aber alles doch noch ganz schnell, die SpVgg bekam den Aufstieg ohne weitere Spiele zugesprochen. „Das war die einzige korrekte Lösung“, ist Böbel überzeugt, der von einem „Handball-Märchen“ spricht. „Damit hatte niemand hier gerechnet und auch meine Spielerinnen haben anfangs nicht daran geglaubt, als ich ihnen gesagt habe, was wir gemeinsam erreichen können.“ Doch der Trainer fand offenbar die richtigen Stellschrauben und irgendwann auch den Zugriff auf sein Team: „Die Mannschaft hatte es nicht leicht mit mir“, schmunzelt er, „aber gemeinsam haben wir dann alles für den Erfolg getan.“

Jetzt freut sich Udo Böbel, früherer Bundesliga-Coach der SG Leutershausen – auf den Auftritt mit seinem Damen beim Neckar-Cup: „Das ist ein ganz großartiges Turnier, das hier Jahr für Jahr auf die Beine gestellt wird.“ Wie auch die Konkurrenz sieht er den Auftritt im Neckarstadion in erster Linie als Abwechslung zum Vorbereitungstraining, als Team-Building und Austausch mit den anderen Teams. „Aber als Vertretung des Gastgebers will man natürlich auch möglichst weit kommen.“