Lokalsport Mannheim

Fußball-Kreisklasse A2 Ladenburger dominieren die Liga / Nach Rückzügen sind Abstiegsängste bei Kellerkindern verflogen

Am FV 03 kommt niemand vorbei

MANNHEIM.Bereits zur Saisonhalbzeit steuert die Fußball-Kreisklasse A2 darauf zu, die Brisanz in den Ligaentscheidungen zu verlieren. Die Abmeldungen der SG Hemsbach II und der LSV 64 Ladenburg nahmen den Druck aus dem Abstiegskampf.

Tore: Inklusive der noch ausgetragenen Spiele der inzwischen abgemeldeten Teams wurden insgesamt 432 Tore erzielt. Bei 114 gespielten Begegnungen ergibt das einen Schnitt von 3,8 Treffern pro Spiel. Am treffsichersten zeigte sich der FV 03 Ladenburg, wo Top-Torjäger Vittorio Cammillieri alleine 31 der 56 Treffer erzielte. Am schwersten mit dem Toreschießen tut sich die SG Mannheim, die erst 14 Mal jubeln durfte.

Tabellenspitze: Lange Zeit sah es so aus, als würde dem Kreisliga-Absteiger FV 03 Ladenburg ein Durchmarsch gelingen. Erst am 10. Spieltag musste die Elf von Trainer Jörg Höpfner die ersten Punkte abgeben, blieb aber dennoch bis zur Winterpause ungeschlagen. Die einzige Mannschaft, die den Römerstädtern noch gefährlich werden könnte, ist der SKV Sandhofen, der sich in der Winterpause nochmals verstärkt hat. „Platz eins zu erreichen, wird sehr schwer bis nicht machbar, da ich nicht erwarte, dass Ladenburg in der Rückrunde ein Spiel verliert“, stapelt SKV-Trainer Matthias Burosch jedoch tief. „Wir wollen so gut es geht Platz zwei verteidigen – und das wird schon schwer genug.“

Verfolgerfeld: Konkurrenten für Rang zwei könnten der FV Fortuna Heddesheim II, der drei Punkte weniger als Sandhofen aufweist, und mit Abstrichen der SV Schriesheim sein, der allerdings bereits sieben Zähler zurückliegt. „Ich sehe für uns nur noch eine sehr geringe Chance, da sich Sandhofen gut verstärkt hat und der Rückstand bei nur noch zwölf Spielen hoch ist“, sagt SV-Trainer Karlheinz Lohnert. Dafür führt sein Team das Ranking der Fairplay-Tabelle an. „Wir vermeiden unnötige Foulspiele, begehen nur ganz wenige Unsportlichkeiten und akzeptieren die Schiedsrichterentscheidungen“, lobt Lohnert sein Team.

Tabellenmittelfeld: Da der Abstiegskampf ausfällt, spielen die Mannschaften von Platz 5 bis 14 in der Rückrunde wohl hauptsächlich für die Galerie. Einen gesunden Mittelfeldplatz belegt hierbei der Aufsteiger SpVgg Wallstadt II. „Wir sind zufrieden, wollen aber in der Rückrunde an unserer aktuellen Heimschwäche arbeiten, da wir auf eigenem Platz nur ein Spiel gewinnen konnten“, erklärt Wallstadts Coach Stefan Wiesbeck. „Obwohl das vor der Saison gesetzte Ziel Nichtabstieg schon erreicht wurde, werden wir die Rückrunde trotz allem mit aller Ernsthaftigkeit angehen und wollen mit einem einstelligen Tabellenplatz abschließen“, gibt Wiesbeck als Devise aus.

Trainer: Trainerwechsel gab es nur bei den beiden Viernheimer Clubs. Ein Stelldichein in der Coachingzone gab es bei der SG Viernheim, wo Werner Brockenauer im Oktober zurücktrat. Auf ihn folgten Markus Sittard, der ebenfalls hinschmiss, und der spielende Interimstrainer Alexander Hanselmann. Für die Rückrunde wurde nun Ümit Erdem verpflichtet. Beim Stadtrivalen TSV Amicitia II folgte Mauro Hamberger auf Karsten Welle.

Karten: Fünf Mannschaften kamen in der Hinrunde ohne Platzverweis aus: SV Schriesheim, SV Laudenbach, SG Hohensachsen, SC Käfertal und SG Viernheim. Je vier Hinausstellungen gab es hingegen für die SpVgg Ilvesheim und die SG Mannheim.