Lokalsport Mannheim

Handball TSG Seckenheim meldet sich am Samstag gegen Nürtingen II wieder in der Oberliga Baden-Württemberg zurück

Angespannte Vorfreude

Archivartikel

Mannheim.Mit Vorfreude und einer positiven Anspannung blicken die Handballerinnen der TSG Seckenheim dem Saisonstart in der Oberliga entgegen. Zwei Jahre nach dem „Betriebsunfall“, als der unglückliche Abstieg in die Badenliga hingenommen werden musste, meldet sich das Team von Trainer Siggi Oetzel nach der überzeugenden Meisterschaft nun wieder zurück. Dabei steht der TSG in weiten Teilen der Kader zur Verfügung, der auch schon beim Abstieg dabei war. Jetzt wollen die Spielerinnen zeigen, dass das damals ein Ausrutscher war.

„Ich denke sehr wohl, dass wir die Qualität haben, uns in der Oberliga zu etablieren“, ist Siggi Oetzel überzeugt, stellt aber gleichzeitig klar: „Wir hatten jetzt ein Jahr in einer schwächeren Liga und werden uns erst wieder an die besseren Mannschaften herantasten müssen. Als Aufsteiger muss man auf alle Fälle eine gewisse Portion Respekt an den Tag legen.“ Hinzu kommt, dass die TSG erst in dieser Woche wieder ins Handball-Training einsteigen kann, da die Richard-Möll-Halle zuletzt corona-bedingt drei Wochen dem Schulsport vorbehalten war.

„Das ist natürlich kurz vor Rundenbeginn alles andere als ideal und wir haben in dieser Phase viel im athletischen Bereich gearbeitet und versucht, das Beste daraus zu machen. Aber ich denke, dass jeder Verein in dieser Zeit so seine Probleme in der Vorbereitung hatte“, rechnet Oetzel damit, dass man erst in drei, vier Wochen erste Rückschlüsse auf das Leistungsvermögen der einzelnen Teams haben wird.

Dadurch, dass die Liga mit nur zwölf Mannschaften startet, aber dennoch bis Mitte Juni spielt, bietet sich für Oetzel in einigen mehrwöchigen Pausen die Gelegenheit, während der Runde nachzujustieren, wenn es denn sein müsste. „Diese Phasen werden wir auf alle Fälle intensiv nutzen“, betont der Coach. Viel Neues hat der Trainer mit seinem Team indes nicht erarbeitet: „Wir haben unser Hauptaugenmerk auf die vorhandenen Dinge gelegt, unser Spielsystem verfeinert und vor allem die Neuzugänge integriert“, erläutert Oetzel.

Drei Neue, drei Abgänge

Mit der 28-jährigen Rechtsaußen Sabine Schäfer von der SG Heddesheim und der 22-jährigen Rückraumspielerin Nathalie Sabisch (SG Kronau/Östringen) kommen zwei Spielerinnen, für die die Oberliga Neuland bedeutet. „Aber sie haben sich sehr gut integriert. Ich bin überzeugt, dass sie sich auch in der Liga durchsetzen werden“, so Oetzel. Bereits Oberliga-Erfahrung hat der dritte Neuzugang Charlotte Denne. Die 27-jährige Rückraumspielerin war zuletzt Spielertrainerin beim Landesligisten PSV Knights Heidelberg, zuvor aber auch schon höherklassig für die TSG Malsch am Ball.

„Sie kennt die Liga, hat Erfahrung und in den Testspielen schon ihre Qualität gezeigt“, lobt Coach Oetzel die Verstärkung. Den drei Neuen stehen allerdings auch drei Abgänge gegenüber: Vanessa Hübschen ist berufsbedingt umgezogen, Vi Nguyen und Martina Koch haben ihre Karriere beendet. Damit stehen 13 Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen im Kader der Seckenheimerinnen.

Los geht es für die TSG am Samstag um 19 Uhr mit dem Heimspiel gegen die TG Nürtingen II. „Für mich ist dieser Gegner völlig unbekannt. Aber wie es bei zweiten Mannschaften oft ist, erwarte ich eine junge, gut ausgebildete Truppe“, sagt Oetzel, der auf einen gelungenen Saisonstart hofft: „Es wird viel darauf ankommen, wie wir ins Spiel finden.“

Immerhin 100 Zuschauer dürfen zum Saisonstart in die Möll-Halle kommen „und wir hoffen natürlich, dass diese Zahl auch erreicht und die entsprechende Unterstützung vorhanden sein wird“, freut sich der TSG-Trainer gemeinsam mit seinen Spielerinnen, „dass es nach der langen Wettkampfpause endlich wieder losgeht“.

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