Lokalsport Mannheim

Fußball Ende der Kooperation zwischen MTG und FK Srbija

Auf der Suche nach neuer Heimat

Mannheim.Fußball-Landesligist FK Srbija musste jüngst den nächsten Schock hinnehmen. Der Club, der bislang seine Trainingseinheiten und Heimspiele auf dem Sportgelände der MTG Mannheim absolvierte, muss sich eine neue Bleibe suchen. Der neu gewählte Vorstand der Mannheimer Turn- und Sportgesellschaft hat sich gegen eine weiterführende Kooperation mit dem FK entschlossen – und zwar überraschend. Denn eigentlich schien die Zusammenarbeit zu funktionieren. „Wir sind aber im Guten auseinandergegangen“, macht Dragisa Denic, der 1. Vorsitzende des FK Srbija, klar und erklärt: „Bei der MTG bauen sie halt um. Der Verein will in Zukunft voll auf American Football setzen. In der Vergangenheit war die Belegung der Sportplätze schon eng. Letztlich ist das auch eben eine finanzielle Frage. Deshalb ist die Entscheidung der MTG auch nachvollziehbar.“

„Schwierig, Fuß zu fassen“

Der FK Srbija ist nun auf der Suche nach einem neuen Kooperationspartner in der Stadt oder in der näheren Umgebung. „Aufgrund der Corona-Krise ist es derzeit sehr schwierig, Fuß zu fassen. Wir richten uns daher an diejenigen Vereine, die uns die Möglichkeit geben würden, deren Sport- und Spielstätte nutzen zu können“, sagt Denic, der weiter betont: „Angesichts des Fußballs, den wir spielen, ist eine Zusammenarbeit nicht nur finanziell, sondern auch sportlich ein Gewinn für den Kooperationsverein.“ Tatsächlich habe der Club schon einige Kontakte zu anderen Vereinen in der näheren Umgebung geknüpft. „Spruchreif ist aber noch nichts“, sagt Denic.

Der FK Srbija, der im Sommer 2019 den Sprung von der Kreis- in die Landesliga Rhein-Neckar geschafft hat, belegt aktuell allerdings nur den vorletzten Tabellenplatz und wäre damit eigentlich abgestiegen. Doch bei theoretisch noch zwölf Spielen, die auszutragen wären, hätte das Team von Trainer Kristjan Sprecakovic noch alle Chancen auf den Klassenerhalt. Zwei Punkte Rückstand hat das Team auf den Relegationsrang. Drei Zähler wären es nur bis zum ersten Nichtabstiegsplatz. Denic sagt: „Vernünftig wäre es, die Saison nun abzubrechen. Jetzt waren ja auch in der 3. Liga bei Chemnitz wieder Corona-Fälle. Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, unter diesen Bedingungen die Saison fortsetzen zu lassen.“

Sportliche Ungewissheit

Der Vorsitzende des Landesligisten sagt aber auch: „Wenn es weitergeht, werden wir auf jeden Fall spielen. Falls die Saison aber abgebrochen wird, haben wir es nicht in der Hand, was entschieden wird. Da müssen wir dann die Verbandsvorgaben akzeptieren.“

Wie es in diesem Fall sportlich beim FK Srbija weitergehen würde, dürfte auch davon abhängen, was der Badische Fußballverband nun vielleicht in Kürze entscheidet. Doch erst einmal hat die Suche nach einer neuen Heimat beim Club absolut Vorrang.

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