Lokalsport Mannheim

Handball HSG Mannheim tritt künftig wieder als TSG Seckenheim in der Oberliga an

Aufbruch mit altem Namen

Archivartikel

Mannheim.An einen neuen Namen müssen sich die Vereine in der Frauenhandball-Oberliga gewöhnen: Vor 14 Monaten stieg die HSG Mannheim unglücklich in die Badenliga ab, jetzt kommt die Mannschaft nach der Badenliga-Meisterschaft als TSG Seckenheim zurück. „Die Umbenennung war längst überfällig“, bringt es Andreas Hänssler, der Vorsitzende des Mehrspartenvereins mit über 2500 Mitgliedern, auf den Punkt. Nachdem über viele Jahre die HSG Seckenheim als Spielgemeinschaft einiger Vereine am Start war und schließlich zur HSG Mannheim umfirmierte, stellten im Laufe der Zeit mehr und mehr Clubs ihr Engagement im Handball ein.

„Seit 2005 ist die HSG Mannheim nur noch die Handball-Abteilung der TSG Seckenheim. Wir haben das zwar danach so weiterlaufen lassen, weil es im Großen und Ganzen gut lief, doch es fehlte irgendwann die Identifikation der Handballer mit dem Stammverein. Das wollen wir jetzt durch die Rückkehr zum eigentlichen Namen korrigieren“, so Hänssler. Widerstand gegen die Entscheidung gab es keinen, im Gegenteil: „Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Man spürt eine Aufbruchstimmung in der Abteilung“, freut sich der Vorsitzende, der den Handball als „ein wichtiger Baustein“ innerhalb der TSG sieht.

Doch nicht nur der Name ist neu, auch das Gesicht der künftigen Oberliga-Mannschaft hat sich etwas geändert. Während das bisherige Team beisammen geblieben ist, gelang es den Verantwortlichen um die Sportliche Leiterin Laura Kettling und Trainer Siggi Oetzel, bereits drei Neuzugänge zu präsentieren. Vom Badenligisten SG Heddesheim kommt Rechtsaußen Sophie Schäfer zur TSG. Die 28-Jährige ist aus Edingen und gehörte zuletzt zu den erfolgreichsten Werferinnen ihres Teams.

Titze und Ziegler verletzt

Vom PSV Heidelberg (Landesliga) wechselt die 27-jährige Charlotte Denne nach Seckenheim und soll im Rückraum für Entlastung sorgen. „Nach meinem Studium suche ich wieder eine neue Herausforderung und will noch einmal in der BWOL spielen“, erklärt sie. Die TSG kennt Denne noch aus ihrer Zeit in Malsch, ehe sie etwas kürzertrat. Vom Landesliga-Meister SG Kronau-Östringen wechselt Natalie Sabisch. Sie kommt mit der Empfehlung von 111 Treffern aus der vergangenen Saison, womit sie mit Abstand die erfolgreichste Werferin der Liga war.

„Wir sind noch mit zwei, drei weiteren Spielerinnen im Gespräch, aber da gilt es auch noch den echten Trainingsstart abzuwarten“, erklärt Seckenheims Trainer Siggi Oetzel, der, obwohl das Training noch nicht wieder wirklich begonnen hat, schon zwei Rückschläge zu vermelden hat: Nadine Titze zog sich beim Inliner-Fahren während der Corona-Pause eine schwere Verletzung am Sprunggelenk und im Knie zu. Am Knöchel wurde die Rückraumspielerin bereits operiert, jetzt gilt es abzuwarten, bis wann sie wieder fit ist. Leah Ziegler plagte sich bereits in der vergangenen Saison mit Schulterproblemen herum, inzwischen wurde sie operiert, der Zeitplan bis zum Comeback ist noch offen.

Ebenso offen ist bekanntlich, wann die nächste Saison startet: „Wir bereiten uns so vor, als würde sie wie gewohnt im September beginnen – auch wenn ich mir das kaum vorstellen kann“, erklärt Oetzel, der sich eine klarere Aussage von Seiten des Verbands wünschen würde: „Die Trainingssteuerung ist extrem schwer, wenn man nicht weiß, auf welchen Start man hinarbeitet. Wenn der Verband sagen würde, dass es frühestens im Oktober losgeht, so wie es in der Pfalz beispielsweise ist, dann wäre das für uns Trainer eine deutliche Erleichterung. Aber die Situation ist allgemein nicht einfach“, schaut der Coach derzeit von Woche zu Woche. 

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