Lokalsport Mannheim

Matthias Fillip nimmt am Dämmer Marathon teil – seinem ersten Marathon überhaupt

„Aufgeben gibt es nicht!“

Archivartikel

Matthias Fillip ist eigentlich Augenoptiker. Dieses Jahr läuft er seinen ersten Marathon und berichtet im Interview über diese Erfahrung.

Herr Fillip, sind Sie ein sportlicher Mensch?

Matthias Fillip: Ich habe früher Fußball gespielt. Leider habe ich durch den Beruf nicht mehr die Zeit gehabt, vernünftig zu trainieren und zu spielen. Mit 43, also 2013, fing ich wieder an zu laufen, als Ausgleich zum Beruf. Da musste ich ganz von vorne anfangen. Im Sommer fahre ich auch gerne Fahrrad. Das klappt aber vom zeitlichen her meistens nur sonntags.

Was motiviert Sie, am Marathon teilzunehmen?

Fillip: Nachdem ich meine Laufstrecken immer mehr erweitert hatte, wurden langsam die Wettbewerbe interessant. Erst fünf, dann zehn Kilometer. Dann der erste Halbmarathon. Und da man ja auch ein bissl ehrgeizig ist (Fillip lacht), jetzt der erste Ganze!

Wie haben Sie sich auf den Marathon vorbereitet?

Fillip: Meine Vorbereitung läuft eigentlich seit Dezember. Kurz nach dem Anmelden war mir klar, ohne längere Läufe schaffe ich das nicht. Unter meinen Kundinnen ist auch eine Marathonläuferin, die mir empfahl, in der Woche mindestens 60 Kilometer zu laufen. Daran habe ich mich bis jetzt gehalten, teilweise auch mehr. Nach und nach habe ich auch versucht, mein Tempo zu steigern.

Nehmen auch Bekannte von Ihnen teil?

Fillip: Meine Frau nimmt mit einem Partner bei Bike and Run teil, ein Freund von mir am Halbmarathon. Trainiert haben wir aber alle getrennt. Ich laufe immer alleine, da genieße ich die Ruhe. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mittlerweile darüber nachdenke, mich beim Marathon-Team Ketsch anzumelden, damit ich in Zukunft zumindest die ganz langen Läufe nicht alleine laufen muss. Das macht in der Gemeinschaft dann doch mehr Spaß.

Was tun Sie wenige Tage vor dem Marathon?

Fillip: Bisher habe ich vor den Läufen immer ein paar Tage pausiert. Ich denke, ich werde am Sonntag oder am Montag vor dem Marathon meinen letzten lockeren Lauf machen. Wahrscheinlich 15 bis 20 Kilometer.

Was ist ihr Ziel? Kommt Aufgeben infrage?

Fillip: Mein Ziel ist in erster Linie das Ankommen. Wenn ich es allerdings um die vier Stunden schaffen könnte, wäre ich mehr als zufrieden. Aufgeben gibt es nicht! Ich denke, ich muss mir einfach beweisen, dass ich es schaffe.

Wie feiern Sie nach dem Marathon?

Fillip: Feiern? Das kommt auf meine Verfassung an... Mal schauen, vielleicht gibt es ja die Möglichkeit noch etwas Essen und Trinken zu gehen. miz