Lokalsport Mannheim

Judo Heidelberg/Mannheim zieht sich bei der 5:9-Niederlage in Leipzig überraschend gut aus der Affäre

Aufsteiger macht DM-Dritten das Leben schwer

Leipzig.Auch wenn das Judoteam Heidelberg/Mannheim bei seiner Bundesliga-Premiere mit 5:9 verloren hat, herrschte im Mannschaftsbus bei der Rückreise aus Leipzig beste Stimmung. Erstens machten die Aufsteiger dem DM-Dritten aus Sachsen das Leben schwer. Zweitens spiegelt das Ergebnis den Kampfverlauf mit vielen knappen Entscheidungen nicht wider. Denn sechs der 14 Kämpfe gingen über die volle Zeit oder sogar in die Verlängerung, dreimal mit einem positiven Ausgang für die Judofighters Rhein-Neckar.

Die fünf Punkte für das JT holten Jonas Mollet (-66 kg) und Jannis Hill (-81 kg) mit jeweils zwei Siegen sowie Tobias Diehl (-100 kg). Finn Seeger (-81 kg), Markus Eisenmann (+100 kg) und Jan Mollet (-60 kg) verloren knapp, Pascal Bruckmann (-73 kg), Sascha Barth (+100 kg), Frieder Schiefer (-73 kg) sowie Jan Mollet und Tobias Diehl bei ihren zweiten Einsätzen deutlicher.

„In einigen Begegnungen hatten wir etwas Pech. Auch die Leipziger haben gespürt, dass das sehr eng war. Von der Leistung her waren wir dran, das stimmt mich zuversichtlich“, sagte Coach Stefan Saueressig. Auch seine Kollegin Carmen Bruckmann ist voll des Lobes: „Unser erster Auftritt in der 1. Bundesliga war sehr stark – viel stärker als von uns selbst erwartet. Kämpferisch haben alle Herz gezeigt und das Beste aus sich rausgeholt. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.“ Beide Trainer sind überzeugt, am ersten Heimkampf gegen Mitaufsteiger TV Erlangen (Samstag, 10 Uhr, Capri Sonne Arena Eppelheim), zulegen zu können. „Zu Hause sind wir noch einen Ticken stärker“, erwarten sie „eine sehr starke Teamleistung.“

Erleichterung herrscht beim Team, dass die Saison finanziell in trockenen Tüchern ist. Außer mit einigen kleineren Sponsoren gibt es eine auf Dauer angelegte Partnerschaft mit dem Schulungszentrum F+U aus Heidelberg. „Wir haben in Sachen Regionalität, nachhaltiger Jugendarbeit, Inklusion und Spitzensport eine große Schnittmenge“, sagte Pressesprecherin Manuela Mai. Abgedeckt sind vor allem Fahrt- und Übernachtungskosten. sd