Lokalsport Mannheim

Fußball-A-Klasse Urteil hilft DJK Feudenheim

Aufstiegsparty aus dem Nichts

MANNHEIM.Erstmals in den 2000er-Jahren betritt die DJK Feudenheim die Fußball-Kreisklasse A. Viele Jahre darbte der Club, der seinen Weg, auf die eigene Jugend zu setzen, vehement beschritt, in der B- und C-Klasse. „Für den Verein bedeutet der Aufstieg einen Quantensprung“, sagt DJK-Trainer Wolfgang Jantz. „Wir können unserer Jugend jetzt etwas bieten. Wir spielen nicht mehr ganz unten, sondern in der A-Klasse.“ Trotz der starken Runde, die die Feudenheimer in der B-Liga absolvierten, kam die Meisterschaft am Ende doch eher unverhofft.

Zwei Tage vor dem letzten Spieltag lag die DJK noch hinter dem SC Blumenau und dem Polizei SV Mannheim. Doch dann landete eine Mitteilung von der Spruchkammer im Postfach der Feudenheimer, wonach die 1:2-Niederlage gegen den TSV Schönau nachträglich in einen 3:0-Sieg umgewandelt wurde. „Auf einmal waren wir wieder Zweiter und dick dabei. Diesen Platz wollten wir halten, da wir nicht damit gerechnet haben, dass Blumenau patzt“, erinnert sich Jantz. Doch genau das geschah. Der designierte Meister verlor durch das 1:2 gegen Schönau nicht nur den Titel, sondern sogar Rang zwei.

Gelebte Kameradschaft

„Nach unserem Sieg gegen Ilvesheim II waren wir noch lange auf dem Platz und haben auf das Ergebnis von Blumenau gewartet. Als es offiziell war, war eine Welle losgetreten und wir haben aus dem Nichts eine Riesenparty gefeiert“, schaut Jantz zurück. Die Meisterschaft und der Aufstieg des Clubs vom Neckarplatt ist ein Erfolg der vorbildlichen Jugendarbeit, die bei der DJK geleistet wird. Seit einigen Jahren schon sind alle Jugendklassen mindestens einfach besetzt. „Unser Plus ist die Kameradschaft, die von oben bis ganz nach unten durchgelebt wird“, erklärt Jantz. Prämien sind bei den Feudenheimern ein Fremdwort.

„Es gibt immer mal ein Getränk oder Essen und wir haben eine gute Sportanlage. Das sind die Dinge, mit denen wir punkten“, so Jantz. Natürlich geht es in der A-Klasse für den Trainer darum, den Ligaerhalt zu schaffen. „Wir haben nicht so lange darauf hingearbeitet, um gleich wieder runterzugehen.“ Über Neuzugänge muss man sich bei der DJK auch nicht den Kopf zerbrechen, es gibt schließlich eine A-Jugend. wy