Lokalsport Mannheim

Turnen Begeisternder Showabend in der SAP Arena kommt 2021 unter neuem Namen wieder

Aus Gala wird „Feuerwerk“

Archivartikel

Mannheim.Immer wieder brandete in der bestens besetzten SAP Arena tosender Beifall auf, denn die Mischung von „Celebration“, der 32. Turngala des Badischen und Schwäbischen Turnerbundes, stimmte. Rasante Nummern wechselten mit poetischen, auf Nervenkitzel und Hochspannung folgte Komik, immer aber war Bewunderung spürbar für die Akteure und ihren Mix aus Artistik, Akrobatik, Turnen, Tanz und Gymnastik.

Würden Lukas & Aaron nach einfachen und Doppelsalti mit sogar integrierten Schrauben tatsächlich wieder das Schleuderbrett treffen? Das Duo aus Schweden, das schon mit und im Cyr-Wheel perfekte Balance bewiesen hatte, setzte den atemberaubenden Höhe- und Schlusspunkt unter die Tournee, die als „Turngala“ letztmals in Mannheim gastierte. Doch das Publikum muss auf die Welt des Showsports nicht verzichten, am 6. Januar 2021 kommt mit „Feuerwerk der Turnkunst“ eine ebenso traditionsreiche Veranstaltung, bei der die Stadt und der BTB mit dem Deutschen Turnerbund kooperieren. Das verkündeten Jörg Wontorra (BTB) und Mannheims Sportbürgermeister Lothar Quast.

Der nahm die „ausverkaufte Halle“ als Beleg für die Sportstadt und brach eine Lanze für die Verbindung von Breiten- und Spitzensport. In Mannheim legten die Kinder des TV Waldhof sowie die Turnerinnen des Leistungszentrums die Spur in höchste Sphären und waren mehr als nur die Eisbrecher für die folgenden zwei Stunden.

Da feierte das Artistik-Show-Team (Heidelberg) eine Party am Barren, zusammen mit den Tänzerinnen von SKC Tabea Halle auch eine auf der Airtrack-Bahn. Da erzählten die Spanier Jose y Gaby innige Geschichten hoch in der Luft an Strapaten (Seilen) und – näher am Boden – in einem bestechende akrobatischen Pas de Deux. Da beeindruckte das ukrainische Duo Ignatow/Ganzyuk auf Handstandstäben mit reizvollen Bildern, faszinierte der Äthiopier Fasil Moges auf einer freistehenden Leiter und überzeugte das französische Quartett „Lift“, bei dem zwei Frauen durch die Luft wirbelten, mit Fangsicherheit. Das deutsch-tschechische Show-Project brachte die Arena zweimal zum Toben. Einmal mit einer Flugshow am Dreier-Reck, zum andern – zusammen mit Viktoria Gnatiuk – bei einer Tischakrobatik der besonderen Art. Die Equilibristin aus der Ukraine erntete zudem für ihren „Turmbau im Handstand“ und für ihre Luftnummer im Doppelring anhaltenden Jubel.

Der galt immer wieder auch der Heidelberger Komikerin Rosemie, die mit viel Selbstironie – unter anderem als umwerfender „Sterbender Schwan“ – den roten Faden durch das Programm zog. sd

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/sport

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